Maria Bernhard-Ulbrich

Aus Theaterlexikon
Wechseln zu: Navigation, Suche

* 31.1.1893 Graz (A), † 7.9.1970 Zürich, auch Maria Ruhmer-Ulbrich. ∞ Hans Bernhard, eigentlich Hans Bernhard Nötzli, Gesangspädagoge, Opern- und Konzertsänger.

Erster Gesangsunterricht in Graz. Später ergänzende Studien bei Karl Scheidemantel in Weimar sowie bei Hans Bernhard. Engagements (bis 1926/27 unter dem Namen Maria Ruhmer-Ulbrich) 1909–19 am Hoftheater Weimar (zu Beginn im Chor), 1919–21 am Stadttheater Bremen, 1921/22 am Stadttheater Breslau, 1922–25 und 1932–39 am →Stadttheater Zürich sowie 1925–32 am Opernhaus Köln. Ihr Repertoire reichte von lyrischen bis zu dramatischen Sopranpartien. Während ihres zweiten Zürcher Engagements trat sie vorwiegend im schweren Fach auf: als Marta in d’Alberts "Tiefland", Leonore in Beethovens "Fidelio", Küsterin in Janáčeks "Jenufa", Santuzza in Mascagnis "Cavalleria rusticana", in den Titelrollen von Puccinis "Tosca" und "Turandot" sowie Schillings’ "Mona Lisa", in den Verdi-Partien Aida, Amelia und Leonora di Vargas in "Aida", "Un ballo in maschera" und "La forza del destino" sowie vor allem in den Opern von →Richard Wagner (alle Brünnhilden in "Der Ring des Nibelungen", Kundry in "Parsifal", Senta in "Der fliegende Holländer", Venus in "Tannhäuser", Irene in "Rienzi"). Unter der musikalischen Leitung von Richard Strauss sang sie in dessen "Frau ohne Schatten" die Färberin (1.12.1932 und 6.5.1934). B. war zudem an den Uraufführungen von Bergs "Lulu" als Gräfin Geschwitz (2.6.1937, Regie: →Karl Schmid-Bloß, musikalische Leitung: →Robert F. Denzler) und von Zemlinskys "Der Kreidekreis" als Yü-Pei (14.10.1933, Regie: Schmid-Bloß, musikalische Leitung: Robert Kolisko) beteiligt. 1936 sang sie in der schweizerischen Erstaufführung von Schostakowitschs "Lady Macbeth von Mzensk" Katerina Ismailowa (Regie: Schmid-Bloß/Heinz Rückert, musikalische Leitung: Denzler). Gastspiele an der Staatsoper Wien (1929), in München sowie am →Stadttheater Basel (1936/37 Tosca, 1937/38 Amelia, 1937/38 und 1939/40 Leonore). B. gastierte am Stadttheater Zürich noch bis 1942/43 als Kundry.



Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Maria Bernhard-Ulbrich, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 179.

Normdaten