Marianne Chappuis

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* 9.2.1939 Bern. ∞ 1969 Peter Keuschnig, Dirigent.

Nach Abschluss der Töchterhandelsschule in Bern ging C. 1959 nach Wien, um am Max-Reinhardt-Seminar Schauspiel zu studieren. 1961–63 war sie als Elevin am Burgtheater Wien engagiert, seit 1963 ist sie Ensemblemitglied des Theaters in der Josefstadt in Wien, wo sie über hundert Rollen spielte und mit Regisseuren wie Ernst Haeusserman, →Luc Bondy, Otto Schenk, Hermann Kutscher, →Helmut Lohner, →Maximilian Schell und Heinz Marecek arbeitete. C. reüssierte vor allem in komischen und Charakterrollen, darunter: Rosaura in Goldonis "Die Zwillinge von Venedig", Ala in Mrożeks "Tango", Schweizerin in Marc Camolettis "Boeing, Boeing", Schriftstellerin in Carl Laufs’ "Pension Schöller", Titelrolle in Pagnols "Die Frau des Bäckers". Während der Direktionszeit →Emil Stöhrs gastierte C. einige Male am →Atelier-Theater in Bern, wo sie jeweils die Titelrolle in Pierrette Brunos Komödie "Pepsie" (Regie: Dieter Stürmer), in Claude Magniers Schwank "Herminie" (Regie: →Edgar Kelling) und in Goldonis "Mirandolina" (Regie: Stürmer) spielte. Diverse Film- und Fernsehrollen.

Auszeichnungen

  • 1988 Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst der Republik Österreich.


Autorin: Julia Danielczyk



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Danielczyk, Julia: Marianne Chappuis, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 371.

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