Marie-Jeanne Dufour

Aus Theaterlexikon
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* 12.3.1955 Gümligen BE.

Studium am →Konservatorium für Musik Bern, Abschluss mit Flöten-Diplom. Dirigierkurse bei Roberto Benzi in Bordeaux sowie Otmar Suitner und Walter Weller in Salzburg. 1978 Gewinnerin des ersten Preises im Dirigentenwettbewerb des österreichischen Rundfunks. 1979–81 Leiterin des akademischen Orchesters in Freiburg im Breisgau. 1980–88 Dirigentin und Assistentin von →Ferdinand Leitner und →Ralf Weikert am →Opernhaus Zürich, Zürich ZH. 1980 stand sie bei Donizettis "Don Pasquale" als erste Frau in der Geschichte des Opernhauses am Dirigentenpult. Dort dirigierte sie unter anderem die Schweizer Erstaufführungen von Wolfgang Rihms Kammeroper "Jakob Lenz" (1982) und Udo Zimmermanns "Die Weisse Rose" (1986). Gastdirigate an verschiedenen Schweizer Bühnen (1980–83 →Stadttheater St. Gallen, dort 1981 Rossinis "Il barbiere di Siviglia") und an den Opernhäusern von Bielefeld, Gelsenkirchen, Hamburg (1986–88) und an der Deutschen Oper Berlin (1996–98). 1990–92 erste Kapellmeisterin und stellvertretende Generalmusikdirektorin des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden. 1995–99 Generalmusikdirektorin des Meininger Theaters. 2000–03 musikalische Leiterin des →Internationalen Opernstudios Zürich (2001 Wolf-Ferraris "Le donne curiose" und 2002 Glucks "Die Pilger von Mekka").

Literatur

  • Lewinski, Wolf-Eberhard von: Wie wäre es mit einer Kapellmeisterin? Ein Porträt. In: Opernwelt 1/1990.


Autorin: Ingrid Bigler-Marschall



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Bigler-Marschall, Ingrid: Marie-Jeanne Dufour, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 494.

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