Marie-Luise Willi

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* 13.3.1929 Bern, auch Marie-Louise Lang-Willi.

Vor ihrer Schauspielausbildung spielte W. mit der Studentenbühne Bern und auf der Bühne des Gasthofs "Sternen" (1947 Meiti in →Albert Jakob Weltis "Steibruch"). 1946–49 Schauspielausbildung am →Konservatorium für Musik Bern (Diplom 1949). 1947 Debüt und bis 1951 Engagement am →Stadttheater Bern unter →Ekkehard Kohlund (unter anderem Köchin in →Paul Burkhards "Der schwarze Hecht"; Amalia in Schillers "Die Räuber"; Gretchen in Goethes "Faust", Regie: →Hans Lietzau), 1951–53 Engagement am →Stadttheater Luzern unter →Albert Wiesner (Viola in Shakes­peares "Was ihr wollt"; Irma in Giraudoux’ "Die Irre von Chaillot"; Recha in Lessings "Nathan der Weise"; Blanche in Georges Bernanos’ "Die begnadete Angst"). Stückverträge an den Münchner Kammerspielen (1952 Marie in Büchners "Woyzeck" mit →Hans-Christian Blech als Woyzeck, Regie: Hans Schweikart), bei den Burgfestspielen Jagsthausen (1953 Maria in Goethes "Götz von Berlichingen"), an der →Komödie Basel und am →Atelier-Theater Bern (1959 Babette Biedermann in →Max Frischs "Biedermann und die Brandstifter"). 1953/54 war sie Ensemblemitglied an den Städtischen Bühnen in Augsburg (Miranda in Shakespeares "Der Sturm"; Titelrolle in Gerhart Hauptmanns "Rose Bernd"; Emily Webb in Wilders "Unsere kleine Stadt"; Imogen in Claudels "Mariä Verkündigung"; Leonore in Schillers "Die Verschwörung des Fiesco zu Genua"; Victoria in Camus’ "Die Pest"; Therese in →Alfred Gehris "Neues aus dem sechsten Stock"; Klara in Hebbels "Maria Magdalene"), 1954/55 am Badischen Staatstheater Karlsruhe (Titelrolle in →Carl Zuckmayers "Katharina Knie"; Prothoe in Kleists "Penthesilea"; Hedwig in Ibsens "Die Wildente"; Fanny in Pagnols "Zum goldenen Anker"; Hero in Grillparzers "Des Meeres und der Liebe Wellen"; Titelrolle in Anouilhs "Leocadia" mit Hermine Körner als Herzogin), 1955/56 am Staatstheater Braunschweig (Titelrolle in Claudel/→Arthur Honeggers "Johanna auf dem Scheiterhaufen"; Lady Chiltern in Wildes "Ein idealer Gatte"; Inconnue de la Seine in Frischs "Die chinesische Mauer"). 1948–80 zahlreiche Rollen in Hörspielen des Radio Studios Bern. 1978–90 war W. als Sprecherzieherin in der Strafanstalt Thorberg tätig im Rahmen der Theaterinszenierungen der Gruppe Lichthof (Regie: Harald Feller). Seit 1984 gibt sie privaten Sprech- und Schauspielunterricht. 1996 Inszenierung von Hofmannsthals "Der Tor und der Tod" an den Schloss-Spielen Spiez.



Autorin: Judith Niethammer



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Niethammer, Judith: Marie-Luise Willi, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 2106–2107.

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