Marie Smeikal

Aus Theaterlexikon
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* 1.5.1881 Zürich, † 11.10.1968 Küsnacht ZH. Tochter der Amalie S., Chorsängerin am →Stadttheater Zürich.

Gesangsstudium in Zürich bei →Hans Rogorsch. 1897–1947 Engagement am Stadttheater Zürich, Gastspiele am →Stadttheater Basel und am →Grand Théâtre in Genf. S. begann zunächst als Altistin im Chor. Im Verlauf der Jahre entwickelte sich ihre Stimme zu einem lyrischen Sopran. Ihre ausserordentliche Musikalität befähigte sie, auch in kürzester Zeit grosse Partien zu übernehmen, so unter anderem Marguerite in Gounods "Faust", Donna Elvira in Mozarts "Don Giovanni" und Pamina in dessen "Zauberflöte", Ciò-Ciò San in Puccinis "Madama Butterfly", Gilda in Verdis "Rigoletto" und Leonora in dessen "Trovatore" sowie Agathe in Webers "Der Freischütz". S. war am Stadttheater Zürich nicht nur an zahlreichen Operetten-Uraufführungen von Leo Ascher, →Ralph Benatzky, →Paul Burkhard, Kálmán, Künneke, →Victor Reinshagen, Stolz und Oscar Straus beteiligt, sondern sang auch in den Uraufführungen von Busonis "Turandot" (1917 als Adelma und eine Vorsängerin, Regie: Rogorsch, musikalische Leitung: Busoni), →Othmar Schoecks "Erwin und Elmire" (1916 als Olympia, Regie: Rogorsch, musikalische Leitung: →Robert F. Denzler) und Zemlinskys "Der Kreidekreis" (1933 als Hebamme, Regie: →Karl Schmid-Bloß, musikalische Leitung: Robert Kolisko). Dank ihres darstellerischen Talents gelang ihr in späteren Jahren der Wechsel ins Fach der komischen Alten.



Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Marie Smeikel, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1691.

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