Martin Etter

Aus Theaterlexikon
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* 31.5.1932 Bätterkinden BE.

Nach der Matura Studium als Sekundarlehrer; daneben 1949–51 Schauspielunterricht bei →Marc Doswald und 1950–56 Gesangsausbildung bei Ernst Schlaefli, 1953–55 mehrere Gesangsvorträge mit Schubert- und Brahmsliedern in Bätterkinden. Tätigkeit als Sekundarlehrer 1955–72 in Lyss und 1972–85 am Untergymnasium Bolligen. In dieser Zeit bearbeitete E. traditionelle Märchen für Jugendliche und brachte diese in Versform auf die Bühne. Ausserdem diverse Schultheaterinszenierungen und 1973 Gründung der Jungen Bühne Bolligen, die unter anderem →Bertolt Brechts "Der gute Mensch von Sezuan", →Friedrich Dürrenmatts "Die Physiker" und Martin Sperrs "Jagdszenen aus Niederbayern" aufführte. Ab 1966 war E. freier Mitarbeiter, später Teil- und 1993–97 Vollzeitredaktor für Theater und Musik bei der Berner Tageszeitung "Der Bund", für den er auch nach 1997 freischaffend tätig war. Diverse Musiktheaterinszenierungen, etwa von Kammeropern in Berner Kellertheatern und 2002 von Händels "Alcina" mit dem Berner Konzertchor und →Noëmi Nadelmann in der Titelrolle. Ausserdem Verfasser berndeutscher Lyrik (1980 "Aber äbe", 1992 "Äbe grad nid" und 1997 "Auem Ztrotz") sowie redaktioneller Mitarbeiter für verschiedene Publikationen (unter anderem die Kulturzeitschrift "L’Eveil culturel") und für die Opern-Sommerfestspiele Avenches. Vortragstätigkeit.



Autor: Peter Tschanz



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Tschanz, Peter: Martin Etter, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 544–545.

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