Martin Tessen

Aus Theaterlexikon
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* 23.6.1960 Basel. Sohn des Schauspielers →Robert T.

1980–83 Schauspielausbildung an der →Schauspiel-Akademie Zürich. Erstes Engagement 1984–87 an der Landesbühne Wilhelmshaven (unter anderem Tom in Williams’ "Die Glasmenagerie", Johann Lenz in Klaus Pohls "Das Alte Land", Peter Peter in →Curt Goetz’ "Ingeborg" und Titelrolle in Goethes "Clavigo"). Danach spielte T. 1987–90 sowie 1992–99 teils als Gast, teils als Ensemblemitglied unter der Direktion von →Horst Statkus am Stadttheater Luzern/→Luzerner Theater. Dazwischen war T. 1990–93 an den Vereinigten Bühnen Graz engagiert, wo er unter anderem als Major von Tellheim in Lessings "Minna von Barnhelm", Faust in Lasker-Schülers "Ich und Ich", Bell in Georg Seidels "Friedensfeier" und in den Titelrollen von Camus’ "Caligula" und Goethes "Götz von Berlichingen" zu sehen war. In Luzern verkörperte T. zahlreiche grosse Rollen, darunter 1987 Biff in Millers "Tod eines Handlungsreisenden", 1988 Melchior Gabor in →Frank Wedekinds "Frühlings Erwachen" und Oedipus in Sophokles’ "König Oedipus", 1989 Malvolio in Shakespeares "Was ihr wollt" und die Titelrolle in dessen "Macbeth" (Regie: →Mark Zurmühle), 1992 Christoph Kolumbus in Lope de Vegas "Kolumbus oder Die Neue Welt", 1994 die Titelrolle in Tschechows "Onkel Wanja", 1996 Fiesco in Schillers "Die Verschwörung des Fiesco zu Genua" (Regie jeweils: Statkus), 1997 Möbius in →Friedrich Dürrenmatts "Die Physiker", 1998 Pinneberg in Fallada/Dorst/Zadeks "Kleiner Mann, was nun?"(Regie: →Felix Benesch) und 1999 Benedikt in Shakespeares "Viel Lärm um nichts".



Autorin: Tanja Stenzl



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Stenzl, Tanja: Martin Tessen, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1833–1834.

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