Massimo Rocchi

Aus Theaterlexikon
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* 11.3.1957 Cesena (I).

Studium der Theaterwissenschaft an der Universität Bologna und Schauspielkurse an der Accademia di arte drammatica in Bologna. 1978 Schauspielkurs bei Etienne und Maximilien Decroux in Boulogne-Billancourt. 1979–82 Ausbildung an der Ecole internationale Marcel Marceau in Paris (mit Diplom). Seit 1982 freischaffender Pantomime, Komiker und Sprach­akrobat mit Soloprogrammen auf Tournee in Italien, Frankreich, der Schweiz und Deutschland. Fast alle seine Programme wurden in Zusammenarbeit mit dem italienischen Bildhauer und Kunstmaler Graziano Spinosi geschrieben und über Jahre gespielt: "Spiagge italiane" (1986), "Mamma mia" (1989), "Fac-Simile, das Orakel der Wüste" (1991), "Massimo & Rocchi – zehn Jahre unterwegs" (1992). Nach Erfolgen in Frankreich und Italien Durchbruch in der Schweiz und im übrigen deutschsprachigen Raum mit dem Programm "äuä"(1994, auf Video und CD aufgezeichnet), von dem auch eine deutsche, eine französische und eine italienische Version existiert ("Adele!", "Je viens de partir" und "Via vai"). 2003 Tournee mit dem Zirkus "Knie". Diverse Auftritte im Fernsehen (Schweiz, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Kanada) und vor allem im Schweizer Radio DRS. R. zeichnet sich aus durch eine hoch differenzierte Körpersprache und Mimik. Seine Programme handeln vor allem von grotesk-komischen Alltagsgeschichten und den Eigenheiten der Sprachen. Seit 1984 in Bern wohnhaft, trat R. 1988/89 am →Stadttheater Bern mit grossem Erfolg als Truffaldino in Goldonis "Der Diener zweier Herren" auf (Regie: Alessandro Marchetti). Ab 2002 Moderator des Reisemagazins "Piccobello" am Schweizer Fernsehen DRS.

Auszeichnungen

unter anderem

  • jeweils 1. Preis beim Wettbewerb "Professione comico" in Venedig (1988),
  • "Festival européen d’humour" in Saint Gervais (1990),
  • "Festival international" in Cannes (1991) und "Festival du théâtre comique" in Lyon (1993),
  • 1996 Salzburger Stier,
  • 1997 Prix Walo,
  • 1998 Deutscher Kleinkunstpreis.

Literatur

  • Was wosch. Der Komiker M. R. In: Das Magazin. Wochenendbeilage des Tages-Anzeigers und der Berner Zeitung 16/1996.


Autorin: Judith Niethammer



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Niethammer, Judith: Massimo Rocchi, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1508.

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