Matthias Aeschbacher

Aus Theaterlexikon
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* 14.4.1945 Zürich. Sohn des Pianisten Adrian A., Enkel des Gesanglehrers, Chordirigenten und Komponisten Carl A., Neffe des Dirigenten →Niklaus Aeschbacher und des Pianisten Rudolf am Bach.

Erster Musikunterricht (vor allem Klavier) beim Vater, 1962–65 Besuch des Konservatoriums Zürich. Tätigkeit als Pianist, unter anderem in Zürich, Basel und Luzern. 1965–78 wirkte A. am →Opernhaus Zürich, Zürich ZH zunächst als Solorepetitor, ab 1966 als Kapellmeister, 1969–76 als Nachfolger von →Armin Jordan als erster Kapellmeister, danach als Gastdirigent. Zu Beginn seines Engagements dirigierte er vorwiegend Ballette und Operetten, doch schon bald betreute er auch Opern (unter anderem 1974 Tschaikowskys "Pique Dame" und 1976 Smetanas "Die verkaufte Braut"). 1976–78 musikalischer Oberleiter an den Bühnen der Stadt Essen, 1978–87 Generalmusikdirektor, Operndirektor und Leiter des städtischen Konzertwesens in Lübeck. Anschliessend freischaffender Dirigent, unter anderem in Skandinavien, Spanien und mit dem Orchestre de chambre de Lausanne auf Tournee in Schweden. 1991–97 erster Dirigent am Musiktheater Essen. Seither erneut freischaffend tätig. Als Gast dirigierte A. unter anderem an den Staatsopern von München und Hamburg, am Gran Teatre del Liceu Barcelona (vor allem das Wagner-Repertoire), bei verschiedenen Festivals (etwa an den Internationalen Junifestwochen Zürich und beim Schleswig-Holstein Musikfestival) und mit zahlreichen in- und ausländischen Orchestern. Sein Repertoire ist breit gefächert; er setzt sich für Werke zeitgenössischer Komponisten sowie der klassischen Moderne ein. A.s besondere Vorliebe gilt aber der spätromantischen Orchestermusik sowie den Opern von Wagner, Verdi, Puccini und Richard Strauss. Mehrere Einspielungen auf Tonträger.



Autorin: Ingrid Bigler-Marschall



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Bigler-Marschall, Ingrid: Matthias Aeschbacher, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S.29-30.

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