Matthias Habich

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* 12.1.1940 Danzig (Gdańsk, heute: PL).

Schauspielausbildung an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Hamburg, erste Rollen am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg (1963 Mitwirkung in Shakespeares "Hamlet", Regie: Gustaf Gründgens). Engagement am →Stadttheater Chur (unter anderem Ferdinand in Schillers "Kabale und Liebe", Edgar in Shakespeares "König Lear"), danach Weiterbildung am Conservatoire de l’art dramatique in Paris. 1964/65 am Theater der Stadt Baden-Baden, 1965–67 an den Wuppertaler Bühnen (Tempelherr in Lessings "Nathan der Weise") und 1967/68 am →Schauspielhaus Zürich (Borachio in Shakespeares "Viel Lärm um nichts", Robert in Ustinovs "Halb auf dem Baum", Benjamin in Congreves "Liebe für Liebe"). 1968–77 unter →Werner Düggelin und →Hans Hollmann an den →Basler Theatern (unter anderem 1968 Titelrolle in →Friedrich Dürrenmatts "König Johann", 1969 Arlequin in Marivaux’ "Das Spiel von der Liebe und vom Zufall", Mick in Pinters "Der Hausmeister", George Garga in →Bertolt Brechts "Im Dickicht der Städte", Riccaut in Lessings «Minna von Barn­helm», 1970 Callimaco in Machiavellis "Mandragora", Mc Cann in Pinters "Die Geburtstagsfeier", 1972 Hjalmar Ekdal in Ibsens "Die Wildente", 1973 Titelrolle in Sophokles/Hölderlins "Oedipus der Tyrann", 1974 Mr. Pringle in Saunders’ "Wirklich schade um Fred", 1976 Titelrolle in Shakespeares "Hamlet"), daneben auch an den Münchner Kammerspielen und an den Staatlichen Schauspielbühnen Berlins. 1977 Weiterbildung in den USA, unter anderem bei Lee Strasberg und Uta Hagen, danach bis 1983 erneut am Schauspielhaus Zürich (unter anderem 1978 Titelrolle in Schillers "Wilhelm Tell" und Simon Harford in O’Neills "Alle Reichtümer dieser Welt", 1980 Orest in Sophokles’ "Elektra", 1981 Jason in Euripides’ "Medea", 1982 König Artus in Dorsts "Merlin", 1983 Fernando in Goethes "Stella"). 1983–86 Zusammenarbeit mit Peter Brook in Paris (Yudhishthira in Carrières «Ma­habharata»). Gastspiele unter anderem an der Freien Volksbühne Berlin, an den Staatlichen Schauspielbühnen Berlins (1981 Max in Shermans "Bent"), am Burgtheater Wien, am Renaissance-Theater Berlin (1986 Titerolle in Sartres "Kean", 1993 Gerardo in Dorfmans "Der Tod und das Mädchen"), bei den Schwetzinger Festspielen (1993 Bassa Selim in Mozarts "Die Entführung aus dem Serail"), bei den Festspielen Bad Hersfeld (1996 Titelrolle in Goethes "Faust"). Zahlreiche Film- und Fernsehrollen (unter anderem 1973 Titelrolle in "Die merkwürdige Lebensgeschichte des Friedrich Freiherrn von der Trenck", 1975 Titelrolle in "Des Christoffel von Grimmelshausen Abenteuerlicher Simplicissimus", 1999 Titelrolle in "Klemperer – Ein Leben in Deutschland"). Zahlreiche Hörspielrollen (1995 Alberto in "Sophies Welt").

Auszeichnungen

unter anderem

  • 1998 Adolf-Grimme-Preis.


Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Matthias Habich, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 780.

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