Max Geilinger

Aus Theaterlexikon
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* 30.8.1884 Zürich, † 11.6.1948 St-Maurice VS.

G. studierte Jurisprudenz in Kiel, Salzburg und Zürich, 1908 Promotion zum Dr. iur. mit einer Dissertation über "Das zürcherische Nachbarrecht". G. reiste nach Italien und England und debütierte 1910 als Lyriker. Zurück in Zürich, war er zunächst als Rechtsanwalt tätig. 1912 trat er in den Staatsdienst ein und stand 1917–30 dem Zürcher Passbüro vor. Ab 1930 lebte er als freier Schriftsteller. Literarische Bedeutung erwarb G. vorwiegend mit seiner spätromantischen Naturlyrik. Sein Œuvre umfasst auch Prosawerke und Übersetzungen, meist aus der englischen Literatur, sowie Dramen, in denen G. vorwiegend historische Stoffe aufgriff. Bühnenwerke: "Hagen" (Uraufführung 1921, →Pfauentheater Zürich), "Heiden und Helden" (1937), "Das Spiel vom Paracelsus" (Uraufführung 22.10.1941, →Stadttheater St. Gallen, Regie: →Johannes Steiner), "Die rote Kapelle" (1938), "Der Weg zur Circe" (1939), "Süsskind von Trimberg, ein Minnesänger" (1939), "Der weinende Fels" (1940), "Wir wollen Barabbas" (1940), "Jürg Wullenwever, Bürgermeister zu Lübeck" (1942), "Befreiung" (1942), "Das Maschinenspiel" (1943), "Einbruch am Waldrand" (1946). Nach dem Tod von G.s Ehefrau, der Britin Frances Isabel Dalton, wurde 1962 in Zürich die M.-G.-Stiftung gegründet; sie pflegt das Werk G.s und fördert die literarischen Beziehungen zwischen der Schweiz und dem angelsächsischen Sprachgebiet.

Literatur

  • Häsler, Alfred A.: M. G. – Leben und Werk, 1967.

Nachlass

  • Zentralbibliothek Zürich.


Autor: Reto Caluori



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Caluori, Reto: Max Geilinger, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 692.

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