Max Gertsch (1893-1979)

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* 13.1.1893 Liestal BL, † 18.5.1979 Zollikerberg ZH.

G. promovierte an der Universität Bern in Jurisprudenz und Volkswirtschaft und arbeitete als Kaufmann in verschiedenen Ländern Europas und in den USA. Ab 1933 schrieb er unkonventionelle, meist historische Schauspiele mit zeit- und gesellschaftskritischem Einschlag und arbeitete zeitweise als Autor für das →Cabaret Cornichon. Als seine Dramen ab Mitte der vierziger Jahre keine Beachtung mehr fanden, wandte er sich zunehmend dem Hörspiel zu. Seiner Entfremdung vom Berufstheater gab er in der polemischen Einmannzeitschrift "Das Hühnerei" Ausdruck, die er 1947–51 herausgab. Bühnenwerke: "Der König" (1933), "General Boulanger" (1933), "John Law" (Uraufführung 15.2.1933, →Stadttheater Basel), "Karrière" (1934), "Diktatur" (Uraufführung 16.3.1935, →Städtebundtheater Biel-Solothurn), "Menschenrechte" (Uraufführung 16.1.1937, →Stadttheater St. Gallen), "Sir Basil’s letztes Geschäft" (Uraufführung 1.1.1939, Stadttheater St. Gallen), "Der Mensch ist gut" (1939), "Die Ehe ein Traum" (Uraufführung 9.1.1941, →Schauspielhaus Zürich), "Hochzeit von Susa" (1946), "Marinella" (unter dem Pseudonym John Andre Ambush, Uraufführung 1950, Embassy-Theater Zürich), "Donna Juana, Infantin von Spanien oder A la recherche de l’absolu" (1959), "Karl V. oder Die Versuchung des Kaisers" (1960). 1944–56 im Vorstand des →SSV, 1952–57 Präsident der →GSD.

Auszeichnungen

  • 1941 Ehrengabe der Stadt Zürich.

Literatur

  • Amstutz, Hans/Käser-Leisibach, Ursula/Stern, Martin: Schweizertheater, 2000.


Autor: Reto Caluori



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Caluori, Reto: Max Gertsch, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 700–701.

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