Max Hansen

Aus Theaterlexikon
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* 4.10.1900 Arosa GR, † 20.11.1960 Davos GR. Wuchs als Sohn eines dänischen Vaters und einer Bündner Mutter in Splügen auf.

Lebte als Maler und Schriftsteller in Davos und Splügen, dort seit 1941 als Gerichtssekretär tätig. H. verfasste seine Schauspiele vorwiegend auf Hochdeutsch, in der Hoffnung, dass sie von Berufsbühnen aufgeführt würden. Dies erfüllte sich indes nur in zwei Fällen. Am erfolgreichsten war sein Zeitstück "Des Teufels Widersacher" (Uraufführung 1950, Stenographenverein Kradolf; Mundartfassung von Fritz Klopfenstein 1953). Darin konfrontierte er ein deutsches Kriegsopfer mit kriegsverschonten Schweizern. Auf Initiative der →GSD wurde das Stück 1952 unter der Regie von →Rudolf Joho als Tourneeproduktion (unter anderem mit →Sigfrit Steiner und →Ellen Widmann) an verschiedenen Deutschschweizer Stadttheatern gezeigt. Das nach Motiven aus →Jeremias Gotthelfs gleichnamiger Erzählung gestaltete Schauspiel "Kurt von Koppigen" wurde 1955 am →Stadttheater Chur uraufgeführt (Regie: →Wilfried Scheitlin). Weitere Bühnenwerke: "Die Brüder Taverna" (zuerst am 4.7.1945 von Radio Zürich als Hörspiel realisiert, Regie: →Hans Bänninger; szenische Uraufführung 1946, Dramatischer Verein Nürensdorf; unter dem Titel "Herts Holz" von Fritz Gribi 1947 ins Berndeutsche übertragen), "Über den Berg" (Uraufführung 1948, Theatervereinigung Splügen), "Es war ein Schatten" (Uraufführung 1948, Gemischter Chor Samedan), "Es begann in der Kupfergasse" (1951), "Tot sind nur die Steine" (1960). H. verfasste auch die beiden Dialektlustspiele "Korpus delicti" (1955) und "Sälber tschuld" (1958), die zwei Romane "Peter Jenal" (1947) und "Der Stern im Brunnen" (1953) sowie Hörspiele.

Auszeichnungen

  • 1953 Schweizer Radiopreis für das Hörspiel "Elsi".


Autor: Reto Caluori



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Caluori, Reto: Max Hansen, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 794–795.

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