Max Pulver

Aus Theaterlexikon
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* 6.12.1889 Bern, † 13.6.1952 Zürich.

Nach der Matura in Bern Studium der Geschichte, Psychologie und Philosophie in Strassburg, Leipzig und Freiburg im Breisgau, wo P. 1911 promovierte. Nach einem kurzen Aufenthalt in Paris lebte er 1914–24 in München, wurde Assistent am phänomenologischen Seminar und begann, sich mit Grafologie zu beschäftigen. Die Bekanntschaft mit Rilke beförderte seine literarische Entwicklung: Er debütierte 1916 mit dem Gedichtband "Selbstbegegnung" als Lyriker und ein Jahr später als Dramatiker ("Alexander der Grosse"). Besonders seine Prosa ist von einer expressionistischen Schreibweise geprägt, die im Roman "Himmelpfortgasse" (1927) ihren Höhepunkt fand. Nach der Rückkehr in die Schweiz wurde die Handschriftenkunde zu P.s Hauptbeschäftigung. Er arbeitete in Zürich als Dozent für Grafologie und setzte sich – unter anderem in mehreren Büchern – für die öffentliche und universitäre Anerkennung dieser Disziplin ein. Bühnenwerke: "Robert der Teufel" (1917), "Narzissos und die Amazone" (Uraufführung 1917, Frankfurt am Main), "Christus im Olymp" (Uraufführung 1917, →Pfauentheater Zürich), "Igernes Schuld" (Uraufführung 1918, München), "Der bekehrte Polyphem" (1919), "Das grosse Rad" (Uraufführung 26.2.1926, →Schauspielhaus Zürich, Regie: →Franz Wenzler). 1925–28 Präsident der →GSD.

Literatur

  • Haltmar, Jan: M. P. und sein Roman "Himmelpfortgasse". Dissertation der Universität Zürich, 1979.


Autor: Reto Caluori



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Caluori, Reto: Max Pulver, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1442.

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