Max Sturzenegger

Aus Theaterlexikon
Wechseln zu: Navigation, Suche

* 15.7.1904 Schaffhausen, † 28.3.1988 Luzern. ∞  Manuela Stämpfli, Choreografin.

Musikalische Ausbildung 1922–25 am Konservatorium Zürich, weitere Studien in Paris und Berlin. 1925/26 und 1927/28 Solorepetitor an der Staatsoper in Dresden. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz 1929–36 Musikdirektor und Organist in Frauenfeld, Gastdirigate in der Schweiz, Deutschland und Österreich. 1937/38 als Dirigent der International Opera Guild Tournee durch die USA und Kanada. 1939/40 erster Kapellmeister am →Stadttheater Luzern, 1940–42 Kapellmeister am →Stadttheater Zürich, 1942–60 musikalischer Oberleiter am Stadttheater Luzern und Leiter der Abonnementskonzerte des Luzerner Sinfonieorchesters. 1960 folgte S. dem damaligen Direktor →Walter Oberer ans →Stadttheater Bern und war dort bis 1967 wieder musikalischer Oberleiter, bis 1974 trat er noch gelegentlich als Gast auf. Neben seinen Schwerpunkten Mozart, Verdi und Puccini dirigierte S. ein breites Repertoire bis hin zum zeitgenössischen Musiktheater. In Luzern leitete er beispielsweise Britten/Gays "The Beggar’s Opera" (1950), die deutschsprachige Erstaufführung von Gian Carlo Menottis "Das Medium" (1951) und die Schweizer Erstaufführung von →Heinrich Sutermeisters "Der rote Stiefel" (1955). In Bern dirigierte er unter anderem 1962 die Berner Erstaufführung von Bartóks "Herzog Blaubarts Burg", 1963 die Schweizer Erstaufführung von Robert Wards "The Crucible" ("Die Hexenjagd") sowie 1966 →Othmar Schoecks "Vom Fischer un syner Fru" und die Schweizer Erstaufführung von Orffs "Der Mond". Ausserdem leitete er dort die Wagner-Opern "Tannhäuser" (1962) und "Der Fliegende Holländer" (1966, erstmals 1943 in Luzern) sowie die Schweizer Erstaufführungen von Monteverdis "L’incoronazione di Poppea" (1965), Händels "Jephta" (1964) und Glucks "Alceste" (1966, Regie jeweils: Oberer, Ausstattung: →Toni Businger). S. war Gründungsmitglied und Verwaltungsrat der 1938 ins Leben gerufenen Trägerschaft des →Schauspielhauses Zürich, der Neuen Schauspiel AG.



Autorin: Ingrid Bigler-Marschall



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Bigler-Marschall, Ingrid: Max Sturzenegger, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1773

Normdaten