Michael Isailovits

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* 15.10.1868 Kalafat (heute: RO), († unbekannt), auch Isailowitsch, Isailowicz, Isailowitz.

I. liess sich bei Josef Lippert in Graz zum Schauspieler ausbilden und debütierte als Chargen- und Intrigantenspieler 1886 am Stadttheater Leitmeritz, wo der Anfänger auch zahlreiche Väterrollen übernahm. Es folgten Verpflichtungen am Stadttheater Budweis, am Stadttheater Innsbruck, an den Vereinigten Stadttheatern Teschen und Mährisch-Ostrau, am Stadttheater Olmütz, am Thalia-Theater in Lodz, am Stadttheater Libau in Kurbad, am Königlichen Stadttheater Preßburg und am Stadttheater Troppau. Bereits 1889 begann er selbst zu inszenieren und debütierte als Regisseur am Stadttheater Innsbruck. Engagements als Regisseur und Schauspieler hatte I. 1898/99 am Vereinstheater Mährisch-Ostrau, 1899/1900 am Stadttheater Augsburg, 1900/01 an den Vereinigten Stadttheatern Elberfeld-Barmen, 1901/02 am Stadttheater Chemnitz, 1902–04 am Stadttheater Brünn, 1904–06 am Stadttheater Düsseldorf. 1906/07 spielte I. am Stadttheater Nürnberg. 1907 ging er in die USA und war an den Vereinigten Deutschen Theatern in Milwaukee und Chicago zu sehen. 1908–11 spielte er am Stadttheater Bremen, 1911–13 wieder in Milwaukee, 1913/14 stand er am Stadttheater Magdeburg, 1914/15 am Stadttheater Halle im Engagement. 1915–21 war I. am →Stadttheater Basel als Schauspieler und Spielleiter tätig, vom 19. Mai bis 19. August 1917 hatte er die Oberspielleitung von Küchlins Sommertheater in Basel inne (→Küchlin-Theater Basel). Zu I.s Repertoire zählten die Titelrolle in Shakespeares "König Lear", Jago in Shakespeares "Othello" und Franz Moor in Schillers "Die Räuber". In Basel spielte er unter anderem 1916 die Titelrolle in Shakespeares "Richard III.", 1919 Gessler in Schillers "Wilhelm Tell" (in eigener Regie). I. war in Basel auch als Schauspiellehrer tätig, zu seinen Schülern gehörten →Willy Ackermann, →Hermann Gallinger, →Alfred Lohner, →Alfred Schlageter und →Oskar Wälterlin. Zudem übernahm er diverse Stummfilmrollen: Angekündigt als "erster serbischer Charakterdarsteller" verkörperte I. 1918 die Rolle des Fabrikdirektors Waldner im Schweizer Film "Das Fluidum" (Regie: Konrad Lips).



Autorin: Julia Danielczyk



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Danielczyk, Julia: Michael Isailovits, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 909.

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