Michael Wedekind

Aus Theaterlexikon
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* 17.3.1941 Berlin (D). Sohn des Regisseurs und Theaterleiters →Hermann W. und der Schauspielerin Grete Schaun, Neffe des Regisseurs und Theaterleiters Werner W., Bruder der Schauspielerin Claudia W., Vater der Schauspielerin Viola W.

1961 Matura in Basel. 1961–64 Regieassistent und Schauspieler bei →Heinz Hilpert am Deutschen Theater Göttingen, 1964–66 Regisseur, Dramaturg und Schauspieler an der Landesbühne Hannover, danach Regieassistent unter anderem von Helmut Käutner, Ludwig Cremer und Fritz Umgelter beim Saarländischen Rundfunk und beim Süddeutschen Rundfunk, Koregisseur bei einer Deutschlandtournee von Bocks’ "Anatevka", Regisseur und Schauspieler an dem von seinem Onkel Werner W. geleiteten Theater Die Insel in Karlsruhe. 1973–79 Regisseur für Schauspiel und Oper, ab 1976 Oberspielleiter des Schauspiels an den Bühnen der Hansestadt Lübeck. Danach war W. als freiberuflicher Regisseur unter anderem tätig an den Städtischen Bühnen Essen, am →Stadttheater St. Gallen (1979 Loewe/Lerners "My Fair Lady"), am →Stadttheater Bern (1981 Leigh/Wassermans "Der Mann von La Mancha", 1982 Flotows "Martha"), am Theater des Westens Berlin, am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken und am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. 1982–85 wirkte W. als Oberspielleiter der Oper am Theater der Stadt Heidelberg. 1987–92 war W. Direktor des →Atelier-Theaters Bern, wo er zahlreiche Inszenierungen verantwortete, darunter →Urs Widmers "Stan und Ollie in der Schweiz", Ibsens "Ein Volksfeind" (mit seinem Schwager Hansjörg Felmy in der Hauptrolle), Borcherts "Draussen vor der Tür", Ibsens "Die Wildente" und Goethes "Faust I". Seit 1992 arbeitete W. als freiberuflicher Regisseur für Schauspiel, Oper und Musical unter anderem an den Staatstheatern Darmstadt, Wiesbaden, Mainz und Braunschweig, am Schauspielhaus Leipzig, am Fritz Rémond Theater im Zoo in Frankfurt am Main, an der Komödie im Bayerischen Hof München, am Ernst-Deutsch-Theater Hamburg, am Theater Ingolstadt, am Theater der Stadt Heidelberg, am Grenzlandtheater Aachen, am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, an den Städtischen Bühnen Nürnberg, an den Wuppertaler Bühnen, bei den Festspielen Bad Hersfeld und den Kreuzgangspielen Feuchtwangen sowie an Schweizer Bühnen wie dem →Städtebundtheater Biel-Solothurn (1993 Molières "Der eingebildete Kranke"), dem →Stadttheater Luzern (1992 Pam Gems’ "Piaf", 1993 Kander/Masteroff/Ebbs "Cabaret") und dem →Bernhard-Theater Zürich.



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Michael Wedekind, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 2057–2058.