Muriel Bader

Aus Theaterlexikon
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* 23.6.1959 Zürich.

1979–82 Ausbildung zur Bewegungspädagogin in Basel, anschliessend war B. bis 1985 Tänzerin beim Tanztheater Fumi Matsuda (geleitet von →Fumi Matsuda). Daneben choreografische Mitarbeit bei der →Claque in Baden. 1985 war B. als Choreografin und Tänzerin bei der Tanztheaterproduktion "Jetzt-Schritte-Ton" tätig, unter anderem gemeinsam mit dem Pianisten Jürg Fehr. Es folgte "Vier Fäuste und ein guter Tag" (1985), mit dem sie in die Endausscheidung des Concours international de chorégraphie in Paris gelangte. Die abendfüllende Version des Stücks, die 1986 am →Zürcher Theaterspektakel, Zürich ZH Premiere hatte, war die erste Arbeit der im selben Jahr von ihr gegründeten Compagnie Muriel Bader. Weitere Stücke für ihre eigene Compagnie im Stil des choreografischen Theaters waren "Agnes freut sich" (1987, →Rote Fabrik, Zürich ZH), "Für Georges" (1989, Rote Fabrik), "Montagabend Georgette" (1990, →Theaterhaus Gessnerallee, Zürich ZH, Musikkonzept: Aloysia Assenbaum), "Instant Bull" (1992, Theaterhaus Gessnerallee, Koregisseur: →Res Bosshart, Musik: Knut Jensen) sowie die von Texten Marguerite Duras’ inspirierten Stücke "Chaque amant est guerrier" (1993, Rote Fabrik) und "Les Colonnades" (1994, Theaterhaus Gessnerallee). 1994 wurde B. erste Choreografin in Residence der Internationalen Kulturfabrik Kampnagel in Hamburg unter der künstlerischen Leitung von Bosshart. 2001 hatte dort ihr erneut von Duras inspiriertes Tanztheaterstück "La Folie du monde triomphe" Premiere. 1997 übernahm sie die Choreografie für Offenbachs "Le Roi Carotte" (Regie: →Daniel Fueter), der unter dem Titel "Der Rüeblikönig" in der Gartenhalle des Restaurants "Ziegelhütte" in Zürich-Schwamendingen aufgeführt wurde, und 2001 für die Uraufführung von Gérard Zinsstags "Ubu Cocu" (Regie: →Peter Schweiger) am →Theater St. Gallen, St. Gallen SG. 1997–99 Mitarbeit in Projekten des →Theaters Basel, ab 1998 am Stadttheater St. Gallen/Theater St. Gallen und 1999–2000 an der Schule für Gestaltung Zürich. B. bildete sich 1998–2002 am Feldenkrais-Institut in Zürich zur Feldenkrais-Lehrerin aus und hat seither als Bewegungstrainerin am Theater St. Gallen, →Theater Neumarkt in Zürich und am Theater Basel gearbeitet.



Autorin: Julia Wehren



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Wehren, Julia: Muriel Bader, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 102.

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