Nady Rovida

Aus Theaterlexikon
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* 27.9.1913 Zürich, † 20.3.1999 Hombrechtikon ZH, eigentlich Erika Dutli, Künstlername Nady Santander. ∞ →Angelo Rovida, Tänzer und Choreograf.

Ausbildung ab 1925 bei Herta und Wanda Bentele und erste Engagements 1930–32 am →Stadttheater St. Gallen. 1932–39 tanzte sie am →Stadttheater Zürich und bildete sich in klassischem Tanz bei →Mario Volkart und spanischem Tanz bei Lolita Sonderer weiter. Nach der Mitwirkung beim →Ersten Schweizer Tänzerwettbewerb folgte sie Sonderer 1939 nach Mailand und begann unter dem Künstlernamen Nady Santander in Italien eine Solistenkarriere als Spanischtänzerin mit Tanz­abenden in Theatern und Kinos, Tourneen mit der kleinen Truppe Narciso Pujol und Auftritten beim Teatro delle Arti, mit Tanzrollen in Filmen und der Produktion von grossen Tanzeinlagen in Opern wie Bizets "Carmen" und Verdis "La Traviata" und von Choreografien zu de Fallas "Liebeszauber" und "Der Dreispitz" an den Opernhäusern von Neapel bis Triest. 1950/51 unternahm sie eine Tournee in den Nahen Osten, trat in Alexandrien, Kairo und Beirut auf und wirkte in arabischen Filmen mit. 1954 folgte sie Angelo R. nach England. Die beiden traten als spanisches Tanzpaar vor allem in England auf und waren pädagogisch in London tätig. 1978 kehrten sie in die Schweiz zurück; Nady R. unterrichtete bis 1998 spanischen Tanz für Laien und Kinder in Stäfa, Horgen und Wetzikon und gab am Pestalozzianum in Zürich Primarlehrerinnen und Primarlehrern Fortbildung in Kindertanz. Dokumentation: "Ein Leben für den Tanz", Schweizer Fernsehen DRS, 1991.



Autorin: Ursula Pellaton



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Pellaton, Ursula: Nady Rovida, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1538–1539, mit Abbildung auf S. 1538.

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