Nestor Mondino

Aus Theaterlexikon
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* 4.10.1930 Paris (F).

Ausbildung zunächst in seiner Heimat Montevideo und in Buenos Aires bei Vera Dalton, →Boris Kniaseff und Yurek Shabalevski, dann in Kuba und den USA. Erste Engagements 1949 bei Kniaseff in Buenos Aires, 1949–51 beim Ballet Alicia Alonso in Havanna und 1953–57 am Teatro SODRE in Montevideo. M. kam 1957 nach Europa und tanzte zuerst als Gast in München unter Alan Carter. 1958–63 war er Solist am →Stadttheater Basel unter →Wazlaw Orlikowsky und gestaltete Rollen wie Petruschka und den Mohren in "Petruschka" (Musik: Strawinsky), den Prinzen von Japan in "Pagodenprinz" (Musik: Benjamin Britten) sowie Mercutio in "Romeo und Julia" (Musik: Prokofjew). Nach zwei Spielzeiten an der Hamburgischen Staatsoper kehrte er in die Schweiz zurück und tanzte 1965–71 am →Opernhaus Zürich unter →Nicholas Beriozoff als Solist unter anderem den Hofnarren in "Schwanensee" (Musik: Tschaikowsky), den Blauen-Vogel-Pas-de-deux in "Dornröschen" (Musik: Tschaikowsky), den Bouffon in "Cinderella" (Musik: Prokofjew), Drosselmeyer in "Der Nussknacker" (Musik: Tschaikowsky) und den Corregidor in "Der Dreispitz" (Musik: Manuel de Falla) in der Choreografie von →Gabriel Popescu. Ab 1966 war M. auch Ballettmeister und 1971–74 unter Michel Descombey und Geoffrey Cauley Assistent des Ballettdirektors sowie seit 1972 Leiter der →Schweizerischen Theatertanzschule am Opernhaus. Als Ballettmeister und Assistent des Ballettdirektors wirkte er 1978–80 am →Grand Théâtre in Genf, 1982–84 am Teatro San Carlo Napoli, 1984–86 am Teatro Massimo Palermo und 1990/91 beim Euroballett in Luxemburg. Seit 1950 war M. auch pädagogisch tätig, so bereits in Kuba und Uruguay. 1975 gründete er in Zürich eine eigene Ballettschule, die 1983 von →Doris Catana übernommen wurde. Seit 1992 arbeitet er als freischaffender Gastpädagoge.



Autorin: Ursula Pellaton



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Pellaton, Ursula: Nestor Mondino, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1260.

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