Niklaus Tüller

Aus Theaterlexikon
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* 23.3.1942 Bern. Sohn des Apothekers und Konzertsängers Erwin T., Bruder der Sopranistin →Barbara Martig-T.

Studium der pharmazeutischen Chemie (1968 Promotion). Parallel dazu Gesangsausbildung am →Konservatorium für Musik Bern bei →Felix Loeffel, am Konservatorium Zürich bei →Sylvia Gähwiller und in einem Meisterkurs bei →Ernst Haefliger, zudem dramatischer Unterricht bei →Friedrich Schramm in Basel. Danach war T. international erfolgreich als Konzertsänger tätig. Daneben übernahm er Gastverpflichtungen im Musik­theater, unter anderem am →Studio am Montag Bern (1986 in Urs Peter Steiner/Friedrich Hebbels "Sternstunde"), am →Stadttheater Luzern (1987 Spencer Coyle in der Schweizer Erstaufführung von Brittens "Owen Wingrave", Regie: →François Rochaix, musikalische Leitung: →Roderick Brydon) sowie am →Stadttheater Bern (unter anderem 1988 Titelrolle in →Paul Hindemiths "Cardillac", 1989 Amfortas in →Richard Wagners "Parsifal", Regie: Rochaix, musikalische Leitung: Brydon, 1992 Gabriel von Eisenstein in Johann Strauß’ "Die Fledermaus" und 1995 Musiklehrer in Richard Strauss’ "Ariadne auf Naxos", Regie: →Eike Gramss). T. war ausserdem Initiator und künstlerischer Leiter des Berner Altstadtsommers sowie Gesangslehrer am Konservatorium Bern. Zahlreiche Einspielungen auf Tonträger, unter anderem mehrere Bach-Kantaten. Titularprofessor für allgemeine pharmazeutische Chemie an der Universität Bern.

Auszeichnungen

  • 1970 Förderungspreis der Bundesrepublik Deutschland beim Internationalen Gesangswettbewerb in s’Hertogenbosch.


Autorin: Elke Krafka



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Krafka, Elke: Niklaus Tüller, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1977.

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