Nini Stucky

Aus Theaterlexikon
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* 22.7.1946 Lausanne (VD), eigentlich Marie Christine S., auch Stucki. ∞ Peter Breuer, Tänzer, Choreograf und Ballettdirektor.

Ausbildung bei →Boris Kniaseff, Nicolas Zwereff und →Alice Vronska in Lausanne, 1958 einige Monate an der Schule des Teatro alla Scala in Mailand, dann bei →Jacqueline Farelly in Lausanne sowie bei Victor Gsovsky und Serge Peretti in Paris. Bereits als Vierzehnjährige debütierte sie 1960/61 als Klara in "Der Nussknacker" (Musik: Tschaikowsky) am →Stadttheater Bern unter →Frédéric Stebler. 1961–63 Auftritte in Aufführungen und Filmen des Choreografen Léonide Massine in Paris. 1963–66 war S. am →Stadttheater Basel engagiert und tanzte Solorollen in →Wazlaw Orlikowskys Choreografien von Adams "Giselle", Assafjews "Die Fontäne (Die Quelle von Bachtschisseraj)", Tschaikowskys "Dornröschen" und Prokofjews "Cendrillon". Weitere Engagements 1966/67 an der Hamburgischen Staatsoper und 1967 in Monte Carlo, 1968–70 an den Städtischen Bühnen Nürnberg-Fürth und 1970–74 an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg unter Erich Walter. Ab 1974 reiste S. mit dem London Festival Ballet durch die ganze Welt und trat – mit Startänzern wie Rudolf Nurejew – in den Klassikern "Der Nussknacker" und "Dornröschen" (Musik beide: Tschaikowsky) sowie "Scheherazade" (Choreografie: Michail Fokine, Musik: Rimski-Korsakow) und "Der Dreispitz" (Choreografie: Massine, Musik: de Falla) auf. 1976 brach sie ihre Karriere als Tänzerin ab und wandte sich dem Antiquitätenhandel zu.



Autorin: Ursula Pellaton



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Pellaton, Ursula: Nini Stucky, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1771–1772.

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