Otto Maag

Aus Theaterlexikon
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* 28.9.1885 Mannheim (D), † 12.12.1960 Basel. Vater des Dirigenten →Peter M.

Studium der Theologie in Heidelberg und Berlin, daneben Musikunterricht (Bratsche und Gesang). 1912–14 Pfarrer in Heidelberg, 1914–18 Feldprediger an verschiedenen Orten in Deutschland. 1927 Übersiedlung nach Basel. Seit 1927 Mitarbeiter, 1932–58 Musikredaktor der Basler "National-Zeitung" (Kürzel: O. M.). Bis zu seinem Lebensende betreute M. deren Wochenendbeilage "Kulturspiegel", die er als Plattform für dezidierte kulturpolitische Stellungnahmen verstand. Ausserdem Mitarbeiter verschiedener Musik-Fachzeitschriften, des "Nebelspalters" und des «Schweizerischen Beo­bachters». Als Massstab galten für M. Mozart und Schubert; ausserdem war er ein Verfechter der klassischen Operette. Der modernen Musik stand er kritisch gegenüber. M. bearbeitete einige Opern- und Operettenlibretti; grossen Erfolg hatte er mit der Märchenoper "Schneewittchen" (Musik von Franz Schubert, musikalische Bearbeitung von →Felix Weingartner, Uraufführung 1941 am →Stadttheater Basel), die von fast allen Stadttheaterbühnen der Deutschschweiz gespielt wurde. Ausserdem schrieb M. die Vorlage zum Ballett "L’Indifférent" (Musik von →Hans Haug, Uraufführung 1947 am Stadttheater Basel). M. veröffentlichte auch literarische Werke, etwa "Von Musik, Theater und andern Künsten" (1958).



Autor: Tobias Hoffmann-Allenspach



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Hoffmann-Allenspach, Tobias: Otto Maag, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1150.

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