Otto Marau

Aus Theaterlexikon
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* 23.10.1892 Müglitz (Mohelnice, heute: CZ), † 9.12.1971 Bern, eigentlich Otto Marousek, auch Marauschek.

Kriegsdienst als Leutnant während des Ersten Weltkriegs. Engagements als Operettentenor (bis 1926 unter dem Namen Marauschek) 1920–24 am Stadttheater Aussig, 1924–26 am Schauspielhaus Breslau, 1926/27 am Deutschen Künstlertheater Berlin, 1927/28 am Deutschen Theater in Mährisch-Ostrau, 1928–30 an den Städtischen Bühnen in Graz, 1930–33 an den Marischka Bühnen im Theater an der Wien (unter anderem Sou-Chong in Lehárs "Das Land des Lächelns" unter der Leitung des Komponisten), 1933/34 am Plaza-Theater in Berlin, 1934/35 am Centraltheater in Dresden und 1935/36 am →Stadttheater Bern. In dieser Saison sang er rund zehn Hauptrollen, unter anderem Anton Hofer in Stolz’ "Zwei Herzen im 3/4-Takt", die Titelrolle in Suppés "Boccaccio", Eisenstein in Johann Strauß’ "Die Fledermaus", Hans in Smetanas "Die verkaufte Braut", Graf Tassilo in Kálmáns "Gräfin Mariza" und Higgins in →Paul Burkhards "Hopsa". 1936/37 Engagement am Mellini-Theater in Hannover, 1937–39 an den Städtischen Bühnen Graz und 1939–44 sowie nach dem Krieg 1947/48 am Raimundtheater in Wien. 1949–64 wiederum Engagement am Stadttheater Bern als père noble. M. verkörperte dort unter anderem Lopez Ibanez in der Uraufführung von Kálmáns "Arizona-Lady" (1954, Regie: →Walter Lederer), Fürst Populescu in dessen "Gräfin Mariza", Lebell in Millöcker/Mackebens "Die Dubarry", Grossfürst in Lehárs "Der Zarewitsch", Fürst Ypsheim-Gindelbach in Johann Strauß’ "Wiener Blut" sowie im Schauspiel den General in →Friedrich Dürrenmatts "Ein Engel kommt nach Babylon" und Windwachel in Nestroys "Der böse Geist Lumpazivagabundus".



Autorin: Julia Danielczyk



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Danielczyk, Julia: Otto Marau, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1172.

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