Paul Bösiger

Aus Theaterlexikon
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* 22.1.1929 Basel, † 23.10.1977 Basel.

Schauspielausbildung bei →Ernst Ginsberg in Basel. Engagements 1947–51 am →Stadttheater Basel (unter anderem Kosinsky in Schillers "Die Räuber", Regie: →Kurt Horwitz; Melchthal in Schillers "Wilhelm Tell", Hahn in Hauptmanns "Rose Bernd", Johnny Boyle in O’Caseys "Juno und der Pfau" und Ferdinand in Schillers "Kabale und Liebe", Regie jeweils: Ginsberg), daneben 1949 als Gast am →Stadttheater Luzern. 1951–54 am →Schauspielhaus Zürich, Zürich ZH (unter anderem Richard Schreiber in Frys "Die Dame ist nicht fürs Feuer", bleicher Jüngling in der Uraufführung von →Paul Burkhard/→Walter Leschs "Die kleine Niederdorf-Oper", Philippeau in Büchners "Dantons Tod" und Barrère in Sartres "Im Räderwerk", Regie jeweils: →Oskar Wälterlin; Titelrolle in Claudels "Die Geschichte von Tobias und Sara", Regie: →Karlheinz Streibing), 1954–56 unter Gustav Rudolf Sellner am Landestheater Darmstadt, 1957 und 1960 erneut am Schauspielhaus Zürich (1957 Louis Dubedat in Shaws "Der Arzt am Scheideweg", 1960 Don Laurencio in de Vergas "Die kluge Närrin" und Jerome in Giraudoux’ "Das Lied der Lieder"), 1958/59 am Theater am Kurfürstendamm Berlin, 1962 bei den Festspielen Bad Hersfeld, 1962–69 an den Städtischen Bühnen Freiburg im Breisgau (unter anderem George in Albees "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?"). 1969–77 war B. als Schauspieler, seit 1972 auch als Regisseur an den Städtischen Bühnen Nürnberg tätig; dort spielte er unter anderem Philipp in Schillers "Don Carlos", Mephisto in Goethes "Faust", Narr in Shakespeares "Was ihr wollt", Thomas Payne in Büchners "Dantons Tod" und inszenierte neben mehreren Boulevardkomödien auch Kroetz’ «Ober­österreich» und Wolfgang Borcherts "Draussen vor der Tür". Grosse Popularität erlangte B. in den fünfziger Jahren durch seine Mitwirkung in Filmen wie "08/15", "Teufel in Seide" und "Der Arzt von Stalingrad".



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Paul Bösiger, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 247.

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