Paul Boyd

Aus Theaterlexikon
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* 6.1.1961 Wagga Wagga (AUS).

Tanzausbildung an der "Austrian Ballet School" in Melbourne. Engagements: 1980–86, ab 1983 als Solist, im Ballett der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg unter der Ballettdirektion von Erich Walter und Paolo Bortoluzzi, 1987/88 im Queensland Ballet im australischen Brisbane, 1988–90 an den Städtischen Bühnen Dortmund und 1990/91 an der Oper der Stadt Bonn unter →Youri Vámos. Dort kreierte der sensible Tänzer die Titelrolle im Kammerballett "Tschaikowsky". Als wichtigster Solist im Ballett des →Theaters Basel unter Vámos tanzte B. 1991–96 zahlreiche männliche Hauptrollen in dessen Choreografien (Uraufführungen und Neueinstudierungen): 1991 Titelrolle in "Spartakus" (Musik: Aram Iljitsch Chatschaturian) und Basil in "Vathek" (Musik: Schostakowitsch), 1992 Wladimir in "Lucidor" (Musik: Alexander Glasunow), 1993 den Unbekannten (Tod) in "Dornröschen … die letzte Zarentochter" (Musik: Tschaikowsky), 1994 im Bartók-Programm ("Der holzgeschnitzte Prinz" und "Der wunderbare Mandarin") und 1995 Zettel/Priamus in "Ein Sommernachtstraum" (Musik: Mendelssohn Bartholdy). Als Darsteller von grosser Ausdruckskraft und intensiver Bühnenpräsenz zeigte sich B. auch als Mann in "Tease" (Choreografie: Judith Jamison), José in "Carmen" (Choreografie: Mats Ek, Musik: Bizet/Schtschedrin) sowie in "La Notte" (Musik: Liszt) und "Pulcinella" (Musik: Strawinsky, Choreografien beide: Nils Christe). 1996 schuf B. in Basel mit "Silent Souls" seine erste Choreografie (Musik: Hajdu, Pärt, Williams). Seit 1996 tanzt er wieder im Queensland Ballet Brisbane (Hauptrollen des breiten Repertoires).



Autorin: Ursula Pellaton



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Pellaton, Ursula: Paul Boyd, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 257–258.

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