Paul Bruggmann

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* 19.7.1930 Baden AG. Sohn des Redaktors und Verfassers der "Globi"-Kinderbücher Alfred B., Bruder des Kabarettisten →Alfred Bruggmann.

Zunächst Ausbildung am Lehrerseminar Wettingen, dann Gesangsausbildung als Bassist bei →Sylvia Gähwiller und →Willy Ferenz am Konservatorium Zürich sowie am Mozarteum Salzburg. Erstes Engagement 1958–60 am →Städtebundtheater Biel-Solothurn (Yamadori in Puccinis "Madama Butterfly", Kellermeister Hans in Lortzings "Undine"). Es folgten 1960–65 Verpflichtungen an der Neuen Kammeroper Zürich und am →Stadttheater St. Gallen (Kuno in Webers "Der Freischütz") sowie zahlreiche Liederabende und Konzerte unter anderem in Salzburg, Paris, Bern, Basel und Zürich. 1962 und 1965 Konzertreisen durch Israel. Zudem wirkte B. als Solist in diversen Rundfunksendungen mit. 1964 Gründer und bis 1990 Leiter der Aargauer Oper (seit 1974 Schweizer Gastspiel-Oper), die Gastspiele in der Schweiz, Deutschland und Holland gab. B. war Regisseur und Solist sämtlicher Inszenierungen. Er sang unter anderem die Titelpartie in Donizettis "Don Pasquale", die Mozart-Partien Leporello in "Don Giovanni", Osmin in "Die Entführung aus dem Serail" und Figaro in "Die Hochzeit des Figaro", Falstaff in Nicolais "Die lustigen Weiber von Windsor", Bartolo in Rossinis "Der Barbier von Sevilla" und Kaspar in Webers "Der Freischütz". B.s Frau Erika B. wirkte als Managerin des Tourneetheaters. 1978 war B. Initiant, Regisseur und Solist der Alternativ-Inszenierung "La Piccola Buffa" (mit Musik von Pergolesi und Thomas Arne und Texten unter anderem von Paul und Alfred B.). 1993 gastierte er bei den Sommerfestspielen Laxenburg bei Wien.



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Paul Bruggmann, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 277–278.

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