Paul Schorno

Aus Theaterlexikon
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* 8.4.1930 Seewen SZ.

Lehrerseminar in Rickenbach. Danach Arbeit als Primarlehrer, Organist, Heimerzieher und Bibliothekar. Musikstudien am Konservatorium Zürich, Gesangsausbildung in Luzern. 1959–95 Sekundarlehrer in Basel. Schon als Seminarist Theaterkritiker für die "Schwyzer Nachrichten". 1960–82 Theaterkritiker beim "Basler Volksblatt" (Kürzel: pso.), 1982–92 bei der Nachfolgezeitung "Nordschweiz". 1963 wurde S. fast gekündigt, als er →Rolf Hochhuths "Der Stellvertreter" als diskussionswürdig darstellte. Seit 1992 Theater- und Konzertkritiker für die "Basellandschaftliche Zeitung". 1963–71 auch Mitarbeiter der "Schweizerischen Theaterzeitung", in den siebziger Jahren zudem der "Basler Nachrichten" und der Luzerner Tageszeitung "Vaterland". Obwohl S. Mitarbeiter vor allem kleinerer Zeitungen war, schuf er sich einen Namen als feinfühliger und differenzierter Kritiker. 1971–73 Autor für fünf "Montag-Abende", ein interdisziplinäres Forum zu aktuellen politischen und soziokulturellen Themen der →Basler Theater unter der Direktion von →Werner Düggelin. S. setzte sich für das Jugend- und Schultheater ein, schrieb Beiträge für die "Spielpost" und gab, zusammen mit seiner Frau Ruth Schneider, vier Theaterhandbücher für Lehrer, Theaterpädagogen und Spielleiter heraus. 1973 Mitbegründer und bis heute Vorstandsmitglied der →SADS; 1975–95 Präsident der Kommission Schule und Theater in Basel. 1980 Jurymitglied des ersten und einzigen schweizerischen Berufstheater-Wettbewerbs in Winterthur.



Autor: Tobias Hoffmann-Allenspach



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Hoffmann-Allenspach, Tobias: Paul Schorno, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1633.

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