Paula Stahl

Aus Theaterlexikon
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* 28.6.1869, † 29.12.1957 Basel. Enkelin des Schauspielers und Regisseurs Ludwig S. (Direktor einer fahrenden Theatertruppe in der Schweiz), ∞ Richard Weichert, Regisseur und Theaterleiter. Mutter der Schauspielerin und Regisseurin →Sieglinde Weichert.

Schauspielausbildung in Mannheim, Debüt 1887 in Frankental/Pfalz (Direktor: Alfred Bömly), mehrere Sommer lang spielte S. mit Bömlys Truppe in Basel. Es folgten Engagements in Greifswald, am Deutschen Theater St. Petersburg, in Metz, Düsseldorf, Liebau, Flensburg, Thorn, Aachen und Neustrelitz. 1913–23 war S. als "Mütterspielerin" am →Stadttheater Basel engagiert, wo sie unter anderem 1916 Margarete von Anjou in Shakespeares "Richard III."(mit →Michael Isailovits in der Titelrolle), 1919 Gertrud Stauffacher in Schillers "Wilhelm Tell" (Regie: Isailovits), 1920 Frau Bergmann in →Frank Wedekinds "Frühlings Erwachen" (Regie: →Friedrich Burau), 1921 Aase in Ibsens "Peer Gynt" und Frau Pastor Mühlen in Toni Impekoven/Otto Schwartz’ "Was werden die Leute sagen", 1922 Tante Pauline in Apels "Hans Sonnenstössers Höllenfahrt" und Mathilde in Wildgans’ "Armut", 1923 Frau Alwing in Ibsens "Gespenster" (mit →Alexander Moissi als Oswald) spielte. 1934–51 war S. als Souffleuse der Oper und Operette am Stadttheater Basel tätig, übernahm daneben aber weiterhin Schauspielaufgaben, darunter 1928 Mrs. Davidson in Colton/Randolphs "Regen" (Regie: →Walter Felsenstein).



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Paula Stahl, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1731.

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