Pello

Aus Theaterlexikon
Wechseln zu: Navigation, Suche

* 21.7.1947 Wettingen AG, eigentlich Heinz Meier.

1964–68 Lehrerseminar, 1968–72 Lehrtätigkeit, 1972–74 Ausbildung in Clownerie, Artistik, Maskenspiel und Pantomime bei Jacques Lecoq in Paris, ausserdem bei Philippe Gaulier in London und Pierre Byland im Tessin. Musikausbildung am Konservatorium in Paris (Saxophon und Trompete) und bei André Jacot in der Schweiz (Violine). Zunächst Auftritte in Zirkusunternehmen: 1975 beim Cirque de Paris und 1975/76 beim Cirque d’hiver in Amiens. Unter dem Namen P. erste Soloprogramme: 1976 "Clown-Erwachen" und 1977 "Clown-Erwachen II". Gemeinsam mit Richard Hirzel trat er als Clownduo Pic und Pello auf. Die beiden initiierten das Sommerzirkusprojekt "Variété-Circus Pic-o-Pello", in dem professionelle Künstlerinnen und Künstler sowie Amateure 1975 und 1979 in St. Gallen sowie 1976 in Baden ihr Programm zeigten. Ausserdem mit Hirzel 1979/80 "Pic und Pello kommen auf Besuch" (Textbearbeitung: →Klaus Merz) und 1980/81 auf Tournee mit dem Zirkus Roncalli. 1983/84 war P. auf Solotournee mit dem in Zusammenarbeit mit Merz entstandenen Stück "Der Polterabend findet erst übermorgen statt". 1984–86 spielte er mit →Enzo Scanzi unter dem Namen "Pello & Matto" das Programm "Von eins bis hundert". Dann wieder Soloproduktionen in Zusammenarbeit mit Merz: 1986 produzierten sie das erfolgreiche Stück "Maskenschau" (auch Fernsehaufzeichnung), 1992 "Clown-Erwachen", 1997 "Lachstation" (Koproduktion mit dem →Theater Tuchlaube in Aarau) und 2001 die Rückschau "Evergreens". Ausserdem weitere Zirkusauftritte. Seit 1998 Workshops und Tagungsbeiträge zum Einsatz von Humor im klinischen, therapeutisch-pflegerischen und arbeitspsychologischen Bereich sowie Tätigkeit in einer Rheuma- und Rehabilitationsklinik. Auch Film- und Fernsehauftritte.

Auszeichnungen

  • 1987 Deutscher Kleinkunstpreis für "Maskenschau".


Autor: Jean Grädel



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Grädel, Jean: Pello, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1386–1387.

Normdaten