Peter Appel

Aus Theaterlexikon
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* 8.9.1933 Surabaya (RI).

Ab 1949 Tanzausbildung beim Kennemer Studio in Haarlem (NL), in Paris bei Victor Gsovsky und bei Olga Preobrajenska. Studium des klassischen Repertoires bei Mathilde Kschessinskaja und Lubov Egorova. Unter Sonia Gaskell tanzte A. 1954–61 beim Nederlands Ballet, 1961/62 bei Het Nationale Ballet Hauptrollen des klassischen Repertoires und zeitgenössischen Tanzschaffens. 1962–64 unter →Wazlaw Orlikowsky Solist und Ballettmeister am →Stadttheater Basel, 1964–66 Ballettmeister an der Hamburgischen Staatsoper. 1966–71 Solist und Ballettmeister, zeitweise Ballettdirektor am Opernhaus Köln; Gründungsmitglied des Kölner Tanzforums; 1976–79 unter John Neumeier Ballettmeister an der Hamburgischen Staatsoper. Als Ballettmeister und ständiger Mitarbeiter von →Heinz Spoerli 1979–91 an den Basler Theatern/am Theater Basel, 1991–96 an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf-Duisburg, 1996–99 am →Opernhaus Zürich, Zürich ZH. Ausgedehnte pädagogische Tätigkeit, darunter seit 1965 an der Internationalen Sommerakademie in Köln. 1966–76 künstlerischer Leiter des Instituts für Bühnentanz in Köln. 1978 mit Neumeier Gründung der Ballettschule an der Hamburgischen Staatsoper. Ab 1996 unterrichtete A. an der →Schweizerischen Ballettberufsschule Zürich, daneben Gastdozent in Europa, Japan und den USA. Prägend waren die Erarbeitung von Rollen in Choreografien von George Balanchine und die persönliche Begegnung mit "Mr. B" sowie die Weiterbildung bei Abderahman Kumysnikov und bei Karel Shook. Dies wurde die Grundlage für die von A. in seiner pädagogischen Arbeit angestrebte Verbindung zwischen der St. Petersburger Schule und deren Weiterentwicklung durch Balanchine in den USA.



Autor: Richard Merz



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Merz, Richard: Peter Appel, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 59.

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