Peter Baust

Aus Theaterlexikon
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* 20.7.1893 Eitorf (D), † 6.9.1954 Krefeld (D).

Gesangsstudien in Bonn. Nach vierjährigem Kriegsdienst (unter anderem als Leiter des Rheinischen Heimatfronttheaters) 1918 Debüt als Operettentenor am Stadttheater Hildesheim. Engagements 1924–28 am →Stadttheater Bern, Bern BE, 1928–33 am →Stadttheater Basel, 1933–38 am Stadttheater Krefeld, 1946/47 am Nationaltheater Weimar und 1947–49 an den Bühnen der Stadt Gera. B. begann seine Laufbahn als lyrischer Tenor, wuchs jedoch bald in das Fach des jugendlich-dramatischen, dann des schweren Heldentenors hinein. Neben d’Alberts "Tiefland" (Pedro), Beethovens "Fidelio" (Florestan), Bizets "Carmen" (Don José), Gounods "Faust" (Faust), Jacques Fromental Halévys "La Juive" (Eléazar), →Ruggero Leoncavallos «I pa­gliacci» (Canio), Mascagnis "Cavalleria rusticana" (Turiddu), Meyerbeers "Les Huguenots" (Raoul de Nangis), Offenbachs "Les Contes d’Hoffmann" (Hoffmann), Richard Strauss’ "Ariadne auf Naxos" (Bacchus) und Webers "Der Freischütz" (Max), die er teilweise sowohl in Bern wie auch in Basel sang, gehörten vor allem die Opern Puccinis, Verdis und →Richard Wagners zu seinem bevorzugten Repertoire. Er wirkte unter anderem bei den schweizerischen Erstaufführungen von Puccinis "Turandot" als Calaf (1927 in Bern, Regie: →Hans Kaufmann, musikalische Leitung: →Albert Nef) und Wolf-Ferraris "Sly" als Sly (1929 in Basel, Regie: →Walter Felsenstein, musikalische Leitung: →Gottfried Becker) sowie bei der deutschsprachigen Erstaufführung von Rameaus "Hippolytos und Aricia" als Hippolytos (1931 in Basel, Regie: →Oskar Wälterlin, musikalische Leitung: Hans Münch) mit. B. gastierte unter anderem am →Stadttheater Luzern (1932/33 als Titelheld in Wagners "Tannhäuser"), am →Stadttheater Zürich (1928–33 unter anderem als Pedro, Florestan, Max, Radamès in Verdis "Aida" und in der Titelpartie von Wagners "Lohengrin"), am Stadttheater Hamburg (1927 als Tamino in Mozarts "Die Zauberflöte" und Manrico in Verdis "Il Trovatore"). B. wirkte auch als Konzertsänger und in seinen letzten Bühnenjahren als Spielleiter.



Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Peter Baust, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 136–137.

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