Peter Freiburghaus

Aus Theaterlexikon
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* 17.2.1947 Neuenegg BE.

Matura in Lausanne. 1969–72 Schauspielausbildung am →Konservatorium für Musik in Bern. 1972–76 arbeitete F. an verschiedenen Theatern in Deutschland und der Schweiz sowie mit freien Gruppen in Bern, Berlin und New York als Schauspieler, Regisseur und Autor. Mitbegründer des Bildertheaters Berlin. 1976–86 Mitbegründer und Leiter von →Zampanoo’s Variété in Bern, bei dem F. ausserdem als Autor, Regisseur und Schauspieler tätig war. Die wichtigsten Produktionen: 1976 "Vive l’amour", 1976/77 eine Parodie auf Shakespeares "Romeo und Julia" und Schillers "Wilhelm Tell", 1977/78 "Vagantepack", 1978 "Vive la politique", 1979 "Eine Reise ins Glück", 1980/81 "Les Fleurs du mal", 1981 "La bella cioccolata", 1983 "Dalton Sisters letzter Ritt", 1984/85 "Im Jahr der Ratten". 1981–86 betrieb Zampanoo’s Variété mit dem Action Theatre London die Filmproduktions-Gemeinschaft Zampact und produzierte unter anderem "Gefrorene Bilder", "Der blutende Jesus zu Gübels", "Die Wandlung", in denen F. als Koautor und Schauspieler wirkte. Daneben spielte und in­sze­nierte er am →Stadttheater Bern, Bern BE, an der →Claque in Baden, am →Théâtre Municipal in Lausanne und arbeitete als Koautor und Regisseur mit der freien Gruppe "Panoptikum Pazzo" in Bern. 1986 war F. Mitglied der kabarettistischen Gastrotruppe "Haruls Top Service". 1991 gründete er mit seiner Lebenspartnerin →Antonia Limacher das "Duo Fischbach". Als kauziges Hauswartsehepaar aus der Provinz hatten die beiden schnell gesamtschweizerisch und international grossen Erfolg. Auf das erste Programm "Fischbachs Weihnacht" (Regie: Alexander Stoia) folgten 1992 "Fischbachs Hochzeit" (Tourneen bis 1994), 1996 "Fischbachs Kinder" (bis 2001) und 1998 "Fischbachs im Knie" (Nummernprogramm im Circus Knie), jeweils in der Regie von →Paul Weibel. Daneben Film-, Funk-, Video- und Fernseharbeit.



Autor: Jean Grädel



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Grädel, Jean: Peter Freiburghaus, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 628–629.

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