Peter Galliard

Aus Theaterlexikon
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* 28.4.1961 Chur GR.

Aufgewachsen im bündnerischen Untervaz, absolvierte G. zunächst eine Lehre als Feinmechaniker. Nach einem Auftritt mit dem Männerchor Landquart wurde ihm zu einem Gesangsstudium geraten. Gesangsausbildung am Konservatorium Feldkirch und 1983–86 am Mozarteum Salzburg bei Maria Eibenschütz und Rudolf Knoll. 1985 zweiter Preis beim Internationalen Mozart-Wettbewerb des Mozarteums. 1986 Debüt als Basilio in Mozarts "Le nozze di Figaro" an der Sommerakademie der Salzburger Festspiele. Seit 1986 Ensemblemitglied der Hamburgischen Staatsoper, an die ihn →Rolf Liebermann engagierte. Zu G.s Opernrepertoire gehören unter anderem die Mozart-Partien Pedrillo in "Die Entführung aus dem Serail", Tamino in "Die Zauberflöte" und Basilio in "Le nozze di Figaro", Jaquino in Beethovens "Fidelio", Peter Iwanow in Lortzings "Zar und Zimmermann", Prinz in Prokofjews "Die Liebe zu den drei Orangen", Pong in Puccinis "Turandot", Vašek in Smetanas "Die verkaufte Braut", Narraboth in Richard Strauss’ "Salome", Cassio in Verdis "Otello", Froh in →Richard Wagners "Das Rheingold", Steuermann in "Der fliegende Holländer" und Walther von der Vogelweide in "Tannhäuser" sowie Jakob Schmidt in →Bertolt Brecht/Weills "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny". Ausserdem Gastspieltätigkeit, unter anderem 1989 Caspar Alexius und Prioleau in der Uraufführung von →Martin Derungs’ "Bündner Wirren. Szenen um Jürg Jenatsch" im Eisstadion Davos (Regie: →Gian Gianotti, musikalische Leitung: Räto Tschupp), 1998 Caramello in Johann Strauß’ "Eine Nacht in Venedig" und 2002 Edwin Ronald in Kálmáns "Die Csárdásfürstin" an der Balzner Operettenbühne im liechtensteinischen Balzers sowie 2001/02 an der Deutschen Staatsoper Berlin. G. tritt regelmässig auch als Konzertsänger auf. Tätigkeit als Gesangspädagoge.

Auszeichnungen

  • 1987 Förderungspreis des Kantons Graubünden,
  • 1989 Dr. Wilhelm-Oberdörffer-Preis, vergeben von der Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper.


Autorin: Marianne Koller



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Koller, Marianne: Peter Galliard, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 672.

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