Peter Hegar

Aus Theaterlexikon
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* 23.7.1882 Basel, † 2.11.1946 Basel. Sohn von Emil H., Cellist, Sänger und Gesangspädagoge, Neffe von Friedrich H., Dirigent und Komponist.

Engagements 1906/07 am Stadttheater Mainz, 1908/09 am →Stadttheater Luzern, 1910/11 am →Stadttheater St. Gallen, 1911–13 am Stadttheater Osnabrück, 1914–22 am →Stadttheater Basel, zunächst als Gast, ab 1915 als Ensemblemitglied. Als vielseitig einsetzbarer Bass-Bariton im ernsten wie im komischen Fach gehörte H. in seinen Basler Jahren zu den Stützen des Ensembles. Seine grössten Erfolge hatte er als Bijou/Alcindor in Adams "Le Postillon de Lonjumeau", Rocco in Beethovens "Fidelio", Don Pasquale in Donizettis gleichnamiger Oper, Méphistophélès in Gounods "Faust", Baculus und van Bett in Lortzings "Der Wildschütz" und "Zar und Zimmermann", in den Mozart-Partien Don Alfonso in "Così fan tutte", Leporello in "Don Giovanni" und Papageno in "Die Zauberflöte", als Dr. Bartolo in Rossinis "Il barbiere di Siviglia", in der Titelrolle von →Othmar Schoecks "Don Ranudo", als Kezal in Smetanas "Die verkaufte Braut", Baron Ochs auf Lerchenau in Richard Strauss’ "Der Rosenkavalier", als Daland, König Heinrich und Sixtus Beckmesser in →Richard Wagners "Der fliegende Holländer", "Lohengrin" und "Die Meistersinger von Nürnberg" sowie als Kaspar in Webers "Der Freischütz". H. war unter anderem 1921 an zwei Uraufführungen heute vergessener Opern beteiligt: als Polizeiinspektor in Waldemar Wendlands "Peter Sukoff" (Regie: Olga Wohlbrück/→Oskar Wälterlin, musikalische Leitung: →Gottfried Becker) sowie als Kaspar in →Carl Futterers "Der Geiger von Gmünd" (Regie: Wälterlin, musikalische Leitung: Becker). Er gastierte in der Spielzeit 1927/28 nochmals als Sixtus Beckmesser am Stadttheater Basel. Der auch als Konzertsänger bekannte H. scheint 1931 in Basel in Händels "Jephta" seinen letzten öffentlichen Auftritt absolviert zu haben.



Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Peter Hegar, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 810–811.

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