Peter Maag

Aus Theaterlexikon
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* 10.5.1919 St. Gallen, † 16.4.2001 Verona (I). Sohn des Musikkritikers →Otto M.

Studium der Literatur und Philosophie an der Universität Zürich, daneben Musiktheorie- und Klavierunterricht bei Czeslaw Marek und Alfred Cortot. 1941–47 wirkte M. am →Städtebundtheater Biel-Solothurn, anfänglich als Korrepetitor und Chordirektor, dann auch als Kapellmeister. Danach Studien in Rom und Paris, um sich mit dem französischen und italienischen Opernrepertoire vertraut zu machen, sowie Dirigierausbildung bei →Ernest Ansermet in Genf. 1949–52 erneut als Kapellmeister am Städtebundtheater Biel-Solothurn, 1952–54 Kapellmeister der Oper an den Städtischen Bühnen Düsseldorf. 1954–59 Generalmusikdirektor der Oper in Bonn, wo er sich für die Aufführung selten gespielter Opern einsetzte und das "Nachtstudio" für zeitgenössische Musikdramatik begründete. Daneben und in den nachfolgenden Jahren trat M. häufig als Gastdirigent an bedeutenden Opernhäusern und Festspielen auf, so am Teatro Colón in Buenos Aires, an der Metropolitan Opera in New York, in London, Hamburg und besonders in Italien. Internationale Anerkennung erlangte er vor allem als Mozart-Interpret. 1964–67 war M. Chefdirigent an der Volksoper Wien, 1971–76 Musikdirektor der Oper von Parma, zudem 1974–76 künstlerischer Berater des Teatro Regio in Turin. Ab 1984 wirkte M. als Chefdirigent des Berner Symphonie-Orchesters (bis 1991) und des →Stadttheaters Bern (bis 1988). Zahlreiche Einspielungen auf Tonträger und Rundfunkaufnahmen.



Autorin: Ingrid Bigler-Marschall



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Bigler-Marschall, Ingrid: Peter Maag, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1150.

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