Peter Mieg

Aus Theaterlexikon
Wechseln zu: Navigation, Suche

* 5.9.1906 Lenzburg AG, † 7.12.1990 Aarau AG.

Studium der Kunst- und Musikgeschichte, Archäologie und deutschen Literatur an den Universitäten Zürich, Basel und Paris, 1933 Promotion mit einer Arbeit über moderne Aquarellmalerei in der Schweiz. Daneben Klavierausbildung bei Hans Münch in Basel und später bei Emil Frey in Zürich sowie musiktheoretische Studien. 1938 Übersiedlung nach Lenzburg, wo M. ab 1939 bis zu seinem Tod im Haus "Sonnenberg" (heute Sitz der P. M.-Stiftung) lebte. Seit 1933 Tätigkeit als Kunst-, Literatur- und Musikberichterstatter: 1933–39 hauptberuflich für die "Basler Nachrichten" und gelegentlich für die "Weltwoche", nach 1945 auch für andere in- und ausländische Zeitungen und Kunstzeitschriften (unter anderem "Neue Zürcher Zeitung", "Tages-Anzeiger", "Frankfurter Allgemeine Zeitung", "Du"), für die M. über Konzerte, Opernaufführungen (teilweise im Ausland) und Ausstellungen der bildenden Kunst berichtete sowie Bücher- und Schallplattenrezensionen verfasste. Gleichzeitig beschäftigte sich M. intensiv mit Komposition und Malerei. 1942–45 gelegentliche Zusammenarbeit mit dem Komponisten →Frank Martin, durch den M. vielfältige Anregungen bekam. Seit 1948 Freundschaft mit dem Komponisten Gottfried von Einem und Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Edmond de Stoutz. In den fünfziger Jahren wandte sich M. vermehrt dem Komponieren zu und schuf zahlreiche Auftragswerke. Der Schwerpunkt seines rund 135 Kompositionen umfassenden musikalischen Œuvres liegt im Bereich der Instrumental-, Kammer- und Klaviermusik. Vereinzelt schuf M. auch Werke für die Bühne: die Bühnenmusik zur Aufführung von Shakespeares "Wie es euch gefällt" am →Stadttheater Basel (1935), für die er auch das Bühnenbild entwarf, die Ballette "Daphne" (Uraufführung am 17.3.1945 im →Küchlin-Theater Basel, Szenario: →Marietta von Meyenburg) und "La Fête de la ligne" sowie die Meilener Ballette I bis III ("L’Orgue de barbarie", "La Rose", "Les Ombres de Pierrot"). Ab 1961 regelmässig Ausstellungen als Aquarell- und Gouachemaler. 1986 veröffentlichte M. seine Autobiografie "Laterna magica". Nach M.s Tod Gründung der P. M.-Stiftung.

Literatur

  • Bulletin der P. M.-Stiftung, 1992 ff. Schneider, Michael: Der Komponist P. M. Leben, Werk, Rezeption, 1995.

Nachlass

  • Archiv der P. M.-Stiftung Lenzburg.


Autorin: Ingrid Bigler-Marschall



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Bigler-Marschall, Ingrid: Peter Mieg, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1245–1246.

Normdaten