Peter Schütte

Aus Theaterlexikon
Wechseln zu: Navigation, Suche

* 4.2.1911 Minden (D), † 19.9.1973 Hamburg (D). ∞ Brigitte Mira, Schauspielerin.

Zunächst erfolgreiche Bühnentätigkeit als Tenor, zuletzt an der Hamburger Volksoper. Seine erste grosse Schauspielrolle spielte S. 1953 am Zimmertheater Hamburg (Joe in Saroyans "Einmal im Leben", Regie: Günther Rennert), es folgten Engagements 1953–55 am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, 1955/56 als Gast an den Württembergischen Staatstheatern Stuttgart, 1955–58 am Theater der Freien Hansestadt Bremen, 1957/58 am Theater am Gärtnerplatz München. Von 1956 bis Ende 1961 wirkte S. auch am →Schauspielhaus Zürich, dort spielte er rund 25 Rollen, darunter 1957 Mercutio in Shakespeares "Romeo und Julia" (Regie: →Oskar Wälterlin), 1958 Sidney Herbert in →Elsie Attenhofers "Die Lady mit der Lampe" und Marcus Brutus in Shakespeares "Julius Caesar" (Regie: Wälterlin), 1959 Jupiter in Giraudoux’ "Amphitryon 38" (Regie: Wälterlin) und Grigerejew in Camus’ "Die Besessenen" (Regie: →Peter Löffler), 1960 Meza in Claudels "Mittagswende", 1961 Weislingen in Goethes "Götz von Berlichingen" (Regie: Wälterlin), 1961 gastierte er am →Opernhaus Zürich in der Uraufführung von →Paul Burkhards Operette "Barbasuk". 1961–71 und 1973 gehörte S. zum Ensemble des Thalia-Theaters Hamburg (unter anderem Narr in Shakespeares "Was ihr wollt", Regie: Boy Gobert; Don Pedro in Shakespeares "Viel Lärm um nichts", Regie: Otto Schenk), daneben spielte er unter anderem 1961–64 an den Bühnen der Stadt Köln, 1965 am →Stadttheater Bern, 1967/68 und 1971/72 an den Städtischen Bühnen Frankfurt am Main, 1968–71 und 1972/73 am Kleinen Theater im Zoo in Frankfurt am Main, 1972/73 an den Hamburger Kammerspielen sowie auf zahlreichen Tourneen, unter anderem mit →Egon Karters Tourneetheater Basel, mit der →Schauspieltruppe Zürich und mit der →Bühne 64 Zürich.



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Peter Schütte, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1644.

Normdaten