Peter Sutermeister

Aus Theaterlexikon
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* 28.5.1916 Feuerthalen ZH. Bruder des Komponisten →Heinrich S., Urenkel des Komponisten Cornelius S.

Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Bern. 1942–53 wirkte S. als Rechtsanwalt und Journalist. 1953–63 war er Generalsekretär des Schweizerischen Nationalfonds (für naturwissenschaftliche Forschung). Seit 1963 in der Privatindustrie tätig. Für seinen Bruder verfasste er die Libretti zu zwei Opern. Das Monodrama "Niobe" für Sopran, Doppelchor, Ballett und Orchester, als Auftragswerk für die Staatsoper Berlin entstanden, wurde am 22.6.1946 am →Stadttheater Zürich uraufgeführt (musikalische Leitung: →Victor Reinshagen, Regie: →Hans Macke). "Raskolnikoff", nach Dostojewskis Roman "Schuld und Sühne", wurde am 14.10.1948 an der Königlichen Oper in Stockholm zur Uraufführung gebracht (musikalische Leitung und Regie: Issai Dobrowen). Die Schweizer Erstaufführung fand noch im selben Jahr am →Stadttheater Basel statt (musikalische Leitung: →Alexander Krannhals, Regie: →Friedrich Schramm). Weitere Aufführungen folgten unter anderem 1949 in Hamburg und München, 1950 an der Scala in Mailand (wieder unter Dobrowen), 1953 in Linz, 1960 in Karlsruhe und 1962 in Amsterdam. In der Schweiz wurde "Raskolnikoff" auch am →Stadttheater Bern (1949), am Stadttheater Zürich (1960) und am →Grand Théâtre in Genf (1965) gespielt. S. ist ausserdem Autor von Hörspielen, Novellen, kunsthistorischen und philosophischen Schriften, einer Romanbiografie über Robert Schumann und wirkte als Herausgeber von Briefen Felix Mendelssohn Bartholdys.



Autor: Paul Suter



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Suter, Paul: Peter Sutermeister, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1782.