Peter Zeindler

Aus Theaterlexikon
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* 18.2.1934 Zürich.

Studierte Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Zürich. 1963 Promotion bei Emil Staiger mit der Arbeit "Der negative Held im Drama". Dozent für deutsche Sprache an den Goethe-Instituten von Radolfzell und Iserlohn, Deutschlehrer am Gymnasium Biel und Mitarbeiter im Pressedienst der Kulturstiftung Pro Helvetia. Dann Redaktor und Moderator des Kulturmagazins "Perspektiven" beim Schweizer Fernsehen DRS. Seit 1974 freier Journalist und Schriftsteller, Literaturredaktor bei Radio Zürich sowie Moderator des Bernhard-Littéraire im →Bernhard-Theater Zürich. Für den Hörfunk verfasste Z. eine Reihe von (Kriminal‑)Hörspielen. 1982 erschien mit "Tarock" sein erster Kriminalroman. Ihm folgten zahlreiche weitere, mit denen Z. literarisch gekonnt und inhaltlich originell das Genre bereicherte. Für die Bühne verfasste Z. die dramatische Collage "Der Eremit" (Uraufführung 20.10.1966, →Stadttheater Bern, Regie: →Emil Stöhr), das Drama "Kurzschluss" (Uraufführung 22.3.1969, Badisches Staatstheater Karlsruhe), die Komödie "Der Kurgast" (Uraufführung 1985, →Theater am Hechtplatz Zürich, Regie: →Franziska Kohlund), Chansons für →Eva Riecks Abend "Alles schon hundertmal gesagt" (Uraufführung 1987, Theater am Hechtplatz Zürich) und zusammen mit →Max Rüeger die musikalische Komödie "Prinzessin aus gutem Hause" (Uraufführung 1988, Theater am Hechtplatz Zürich, Musik: →Daniel Fueter, Regie: →Franz Matter). 1999 schrieb und sprach er die Texte des von Nostradamus’ Weissagungen inspirierten Multimedia-Spektakels "Deus Ex Machina", das in der reformierten Kirche Zürich-Witikon aufgeführt wurde. Anlässlich von Z.s 70. Geburtstag wurde 2004 seine musikalische Kriminalkomödie "Dichter morden nicht!"am Theater am Hechtplatz in Zürich uraufgeführt (Regie: →Enzo Scanzi). Noch unaufgeführt sind seine Dramen "Der letzte Schrei" und "Der Heimwerker". Z. verfasste zahlreiche Drehbücher, unter anderem für Fernsehfilme nach Romanen von Leo Perutz und für die Krimireihe "Tatort". Er war Mitglied der →Gruppe Olten.

Auszeichnungen

  • 1984 Ehrengabe des Kantons Zürich,
  • 1986, 1988, 1990 und 1992 1. Platz des Deutschen Krimipreises,
  • 1987 Preis der Schweizerischen Schillerstiftung.
  • 1996 erhielt er für sein Lebenswerk den so genannten Ehrenglauser der Autorengruppe "Das Syndikat".


Autor: Dietrich Seybold



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Seybold, Dietrich: Peter Zeindler, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 2142.

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