Philipp Egli

Aus Theaterlexikon
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* 24.10.1966 Zürich.

Nach der Matura und einem Semester Studium der Architektur 1987–90 Tanzausbildung an der Schule des →CH-Tanztheaters. Engagements als Tänzer: 1990–91 in Biel bei der Compagnie →Philippe Saire, 1992 bei der Compagnie Ljada in Lausanne, 1992–95 Ensemblemitglied bei Anne Teresa de Keersmaekers Compagnie "Rosas" in Brüssel. Gasttänzer beim Ballett des →Opernhauses Zürich, 1997 Hauptrolle in →Heinz Spoerlis Ballett "Brahms. Ein Ballett", 1998 Oberon in Webers Oper "Oberon" (Regie: Johannes Schaaf, Choreografie: Spoerli). 1995 Gründung der Gruppe Molteni in Zürich. E. war künstlerischer Leiter und Choreograf der Kompanie mit wechselnden Besetzungen. Insgesamt acht Produktionen, die in der Schweiz, Deutschland und Holland gezeigt wurden. Bis 2000 erhielt die Gruppe von der Stadt Zürich eine Jahressubvention. Auswahl der Choreografien für Molteni: "Am Mittag, morgen Abend" (1995), "Die Passionen der anderen" (1996), "Alle lieben mich. Spiele ’97" (1997), "Hero from Zero" (1998). Auch Choreografieaufträge von Spoerli für das Opernhaus Zürich, zum Beispiel 1997 für Verdis "Aida" (Regie: Schaaf, musikalische Leitung: →Nikolaus Harnoncourt). Seit der Spielzeit 2001/02 ist E. Leiter und Choreograf des Ballettensembles am →Theater St. Gallen. E. hat aus Brüssel einen kraftvollen, dynamischen Tanz mitgebracht, den er auch in seine Stücke einbringt. Er experimentiert vor allem mit der Verbindung von tänzerischen Formen mit Medien wie Film oder Fotografie und mit Schauspiel. 1997–98 Lehrtätigkeit an der →Schweizerischen Ballettberufsschule Zürich. 1997–99 im Vorstand des →SVTC, seit 2001 im Vorstand des →SDT.

Auszeichnungen

  • 2000 Werkbeitrag der Stadt Zürich.


Autorin: Lilo Weber



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Weber, Lilo: Philipp Egli, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 520.

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