Philippe Besson

Aus Theaterlexikon
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* 30.9.1962 Berlin/Ost (DDR, heute: D). Sohn des Regisseurs und Theaterleiters →Benno Besson.

Nach einer Ausbildung zum Matrosen der Binnenschifffahrt 1983 Übersiedlung aus der DDR in die Schweiz. 1986–88 Regiehospitant am Wiener Burgtheater, am →Schauspielhaus Zürich, Zürich ZH und an der →Comédie de Genève, Genève GE sowie 1988–92 Regieassistent am Schauspielhaus Zürich, unter anderem bei Benno B., Peter Palitzsch und →Hans Lietzau. Seit 1992 arbeitet B. als Regisseur im deutschsprachigen Raum, unter anderem am →Schauspielhaus Zürich, Zürich ZH (1997 Carlo Collodis "Pinocchio" im Schauspielhaus-Keller), am →Ensemble Theater der Regionen Biel-Solothurn (1996 →Hansjörg Schneiders "Die Theaterfalle"), am →Stadttheater Bern, Bern BE (1998 die Uraufführung von →Philipp Engelmanns "Der gestiefelte Kater" nach Charles Perrault) sowie bei den Schlossfestspielen Schwerin und am Landestheater Salzburg (unter anderem 1993 Molières "Der eingebildete Kranke"). 1994/95 war B. als Oberspielleiter, 1995/96 als Regisseur am Ulmer Theater, dort unter anderem Inszenierungen von Molières "Tartuffe", →Frank Wedekinds "Frühlings Erwachen" sowie 1996 der deutschsprachigen Erstaufführung von Coline Serreaus "Theater im Grünen". 1999 inszenierte B. auf Einladung des Goethe-Instituts in Istanbul Goethes "Urfaust" in türkischer Sprache. Seit 1999 ist B. Leiter des Kinder- und Jugendtheaters und Regisseur am Hans Otto Theater in Potsdam, wo er sowohl im Bereich des Kinder- als auch des Erwachsenentheaters arbeitet und unter anderem Wedekinds "Frühlings Erwachen", Cervantes’ "Don Quixote" in einer Bearbeitung von Lutz Hübner, Richard O’Briens Musical "The Rocky Horror Picture Show" und Büchners "Woyzeck" inszenierte.



Autorin: Sonja Galler



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Galler, Sonja: Philippe Besson, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 187–188.

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