Reda Sheta

Aus Theaterlexikon
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* 1.4.1949 Kairo (ET). ∞ Marianne Hug, Tänzerin.

1957–66 Ballett- und Schulausbildung an der Staatlichen Ballettakademie in Kairo, die unter russischer Leitung stand. 1967 Abschlussdiplom und Engagement als Solist an der Oper in Kairo und 1966–69 gleichzeitig mit Stipendium am Waganowa-Institut in Leningrad, wo S. bei Alexander Puschkin und Konstantin Schatilow trainierte und in Vorstellungen des Kirow-Balletts tanzte. Tänzerkarriere in Westeuropa als erster Solist: 1970–73 am Teatro Massimo di Palermo, 1973–75 an der Deutschen Oper Berlin und 1975–80 am →Opernhaus Zürich, 1980–85 ständiger Gastsolist in Berlin, Hamburg, München, Zürich und bei der Bat-Dor Dance Company in Tel Aviv. S. tanzte ein breites Repertoire von den Klassikern bis zu Werken von Serge Lifar, Aurel von Milloss, Tatjana Gsovsky, Kurt Jooss, Birgit Cullberg, George Balanchine, →Maurice Béjart, John Neumeier, Glen Tetley, Robert Taylor, John Butler, Robert Cohen, Christopher Bruce, Rudi van Danzig, Hans van Manen, Jiří Kylián, Valery Panov, →Heinz Spoer­li und William Forsythe. In Zürich blieb er als Rake in Ninette de Valois’ "The Rake’s Progress", als Orion in László Seregis "Sylvia", als Tod in Balanchines "La Valse" und durch seine Auftritte in Jooss’ "Der grüne Tisch", →Jürg Burths "Jahre danach", Jerome Robbins’ "L’Après-midi d’un faune", van Manens "Adagio Hammerklavier" und in der Titelrolle von Spoerlis "Der Narziss" zur Auftragskomposition von →Rolf Urs Ringger im Bühnenbild von Karl Domenic Geissbühler unvergessen. 1987/88 war S. als Assistent und Trainingsleiter und 1988/89 als Ballettdirektor am →Stadttheater Bern, anschliessend zunehmend pädagogisch tätig. 1990–91 künstlerischer Leiter der Compagnie romande de ballet Lausanne. 1992–94 absolvierte er ein Pädagogikstudium an der Ballettakademie der Hochschule für Musik in Köln und arbeitet seither als Ballettpädagoge und Jurymitglied. Ab 2001 Ballettdirektor am staatlichen Ballett in Kairo.

Auszeichnungen

  • 1976 Kritikerpreis Tanz des Verbands der deutschen Kritiker.


Autorin: Ursula Pellaton



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Pellaton, Ursula: Reda Sheta, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1682–1683, mit Abbildung auf S. 1683.

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