René Peier

Aus Theaterlexikon
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* 22.9.1951 Zürich.

Nach Ausbildung zum Typografen Schauspielausbildung an der →Schauspiel-Akademie Zürich und der Westfälischen Schauspielschule Bochum. Erstes Engagement 1977–80 an den Städtischen Bühnen Frankfurt am Main (Briefträgerin Kathi in →Ralph Benatzkys "Im weissen Rössl", Theseus in Sophokles’ "Ödipus auf Kolonos", Filch in →Bertolt Brecht/Weills "Die Dreigroschenoper"), parallel dazu und danach Stückverträge unter anderem an den Wuppertaler Bühnen, am Badischen Staatstheater Karlsruhe (1978 Ruprecht in Kleists "Der zerbrochene Krug") und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. 1982–90 gehörte P. zum Ensemble des →Schauspielhauses Zürich. Dort spielte er unter anderem Robert in →Paul Hallers "Marie und Robert", Karl in Hebbels "Maria Magdalena", Peter in Albees "Die Zoogeschichte", Ljowka in Isaak Babels "Sonnenuntergang", Claudio in Shakespeares "Mass für Mass", Alec in Caryl Churchills "Besitzer", Bräker im →Ulrich-Bräker-Abend "Der arme Mann aus dem Toggenburg", Winston in Athol Fugard/John Kani/Winston Ntshonas "Die Insel" sowie Hochroitzpointner in Schnitzlers "Professor Bernhardi" und konzipierte 1988 für den Schauspielhaus-Keller nach einem Text von Bräker die Produktion "Jauss der Liebesritter", in der er die Titelrolle übernahm. Danach Engagements unter anderem am Theater im Westen in Stuttgart (1991–92 Luciano Zavani in Martin Shermans "Wenn sie tanzte – Isadora Duncan" und Arnold Lenz in Karl Otto Mühls "Rheinpromenade"), am Theater der Jugend in Wien (1994 Capulet in Shakespeares "Romeo und Julia"), an den Städtischen Bühnen Münster (1995/96 Schwarzbeck in Dorsts "Herr Paul", Hans in Handkes "Die Unvernünftigen sterben aus" und Wurm in Schillers "Kabale und Liebe") und auf Tournee mit den Theatergastspielen Kempf München (unter anderem Spekin in Gogols "Der Revisor") sowie in der Schweiz am →Stadttheater St. Gallen (1992 Fritz Oberholzer in →Paul Burkhards "Der schwarze Hecht"), am →Theater Heddy Maria Wettstein in Zürich und bei Produktionen in der freien Szene (1998 Hohlenstein in Bräkers "Die Gerichtsnacht oder Was ihr wollt" in Lichtensteig). Ausserdem verfasste P. für das Schauspielhaus Zürich die schweizerdeutsche Übersetzung von Carlo Collodis "Pinocchio" (1997) sowie das Kindermärchen "S’Traumfrässerli" nach einer Erzählung von Michael Ende (1998), beide aufgeführt im Schauspielhaus-Keller. Inszenierungen mit Laiengruppen. Diverse Film- und Fernsehrollen.



Autorin: Tanja Stenzl



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Stenzl, Tanja: René Peier, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1385.

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