Renate Kubus

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* 11.1.1922 Schweidnitz (Swidnica, heute: PL).

1941–43 Schauspielausbildung in Breslau. Erstes Engagement 1943/44 am dortigen Stadttheater. Später Bühnentätigkeit bis 1947 und nach einem Unterbruch ab 1953 auf Tourneen sowie in Ingolstadt, Passau, Nürnberg, am Markgrafen-Theater Erlangen und am Volkstheater München. Dann am →Städtebundtheater Biel-Solothurn (1956/57), am Südostbayerischen Städtetheater in Landshut (1960), am Theater am Dom in Köln (1962) und an der Komödie am Marquardt in Stuttgart (1963/64). 1963 spielte K. wieder – bis 1966 unter der Direktion von →Markus Breitner – am Städtebundtheater Biel-Solothurn, wo sie bis 1967 im Ensemble blieb und fast vierzig Rollen verkörperte (unter anderem die junge Witwe in Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung", Winifred Mansfield in Paul Osborns "Erinnerst Du Dich?", Agda Kjerulf in →Curt Goetz’ "Hokuspokus", Antoinette Hechingen in Hofmannsthals "Der Schwierige", Ann O’Sean in der Schweizer Erstaufführung von →Arnold H. Schwengelers "Nacht über Ajax", Frau Ill in →Friedrich Dürrenmatts "Der Besuch der alten Dame", Prinzessin von Eboli in Schillers "Don Carlos", Anastasia in Dürrenmatts "Die Ehe des Herrn Mississippi" und die Titelrolle in Schillers "Maria Stuart"). In der Spielzeit 1967/68 gastierte sie an der →Komödie Basel (unter anderem als Edna in der Schweizer Erstaufführung von Albees "Empfindliches Gleichgewicht"). Danach Engagements am →Atelier-Theater Bern (sporadisch zwischen 1969 und 1991, etwa als Carlotta Gray in Noel Cowards "Duett im Zwielicht" sowie erneut als Edna in Albees "Empfindliches Gleichgewicht"), an den Städtischen Bühnen Augsburg (1968–72 und 1976/77), an der Komödie im Marquardt in Stuttgart (1973–77) sowie am Theater der Stadt Bonn (1978/79). 1974–87 spielte K. regelmässig am →Stadttheater Chur (unter anderem Helene Alving in Ibsens "Gespenster", Martha in Albees "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?"und die Frau in Cocteaus "Die geliebte Stimme"). 1968–97 trat sie regelmässig am →Sommertheater Winterthur auf, zuerst unter der Direktion von Breitner, dann unter →Hans Heinrich Rüegg (unter anderem 1990 Marthe in Loleh Bellons "Nachbarinnen", 1993 Grossmutter in →Curt Goetz’ "Dr. med. Hiob Prätorius", 1994 Madame Latour in Feydeaus "Monsieur Chasse oder Wie man Hasen jagt" und Dolores Velasco in Alfonso Pasos "Schöne Geschichten mit Papa und Mama" sowie 1996 Sophie Greengras in Andrew Bergmans "Es ist nie zu spät").



Autor: Thomas Waldmann



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Waldmann, Thomas: Renate Kubus, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1046.

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