Reto Babst

Aus Theaterlexikon
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* 15.12.1936 Basel, † 30.3.1981 Basel.

Schauspielausbildung am →Bühnenstudio Zürich. 1963–69 war B. am →Stadttheater Basel engagiert, bis 1967 als Schauspieler und Regieassistent, 1967/68 als Schauspieler und Regisseur, 1968/69 zusätzlich als Dramaturg. Dort spielte er beispielsweise Zenturione in Schillers "Die Verschwörung des Fiesco zu Genua" und den Herzog von Burgund in Shakespeares "König Lear" und inszenierte neben mehreren Märchenaufführungen unter anderem die Schweizer Erstaufführungen von O’Neills "Hughie", Havels "Das Gartenfest" (beide 1965 als Studioaufführung im Theater →Fauteuil), Ionescos "Hunger und Durst" (1966) und Kipphardts "Joel Brand" (1967) sowie Peter Weiss’ "Die Ermittlung", Williams’ "Die Glasmenagerie", Anouilhs "Eurydike", Bonds "Gerettet" in einer Dialektfassung von →Werner Wollenberger (1969) und Wolf-Ferraris Oper "Die vier Grobiane" (1970). Danach arbeitete B. als freischaffender Regisseur an verschiedenen Bühnen, unter anderem am →Schauspielhaus Zürich, Zürich ZH, wo er →Hansjörg Schneiders "Sennentuntschi" (1972) und "Der Erfinder oder Schpäck ond Bohne" (1973) uraufführte, an der →Claque in Baden (1978 Fos "Bezahlt wird nicht"), am Theater für Vorarlberg in Bregenz, an den Städtischen Bühnen Freiburg im Breisgau (unter anderem 1977/78 Vitracs "Victor oder Die Kinder an der Macht"), am Landestheater Tübingen (1975 Uraufführung von Renke Korns "Die Reise des Engin Özkartal von Nevsehir nach Herne und zurück"), am Hessischen Staatstheater Wiesbaden und am Schiller-Theater Berlin. Ende der siebziger Jahre zog sich B. vom Theater zurück, drehte Werbefilme und unternahm ausgedehnte Reisen.



Autor: Paul Schorno



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Schorno, Paul: Reto Babst, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 97-98.

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