Richard Schneiter

Aus Theaterlexikon
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* 3.2.1876 Wien (A), † 10.2.1947 Chardonne VD.

Gymnasium in Frauenfeld. Auf eine kaufmännische Ausbildung in Winterthur folgten Wanderjahre: Büroangestellter in einer Crinfabrik in Nordafrika, Redaktionsgehilfe in Graubünden, Mitarbeiter einer Uhrenfabrik in der Westschweiz und einer Versicherung in Strassburg. 1902–18 Angestellter – zeitweise als Reklamechef und Prokurist – der Firma Maggi in Kemptthal, 1918–36 deren Mitarbeiter mit Wohnsitz in Luzern. Seit 1937 freier Schriftsteller. Schon früh Verfasser von Schwänken. Erstes grösseres Werk: "Die Helden von St. Jakob" (Festspiel für die Landesausstellung 1914 in Bern, preisgekrönt). 1944, am Ende seiner Karriere, bearbeitete er den Stoff erneut im Spiel "St. Jakob an der Birs" (Uraufführung 1.8.1944, →Theatergesellschaft Ruswil). In den zwanziger Jahren war S. so etwas wie der Hausautor der →Freien Bühne Zürich, die zahlreiche seiner Einakter und Lustspiele zur Uraufführung brachte: "Göttliche Gerechtigkeit" und "Wer erbt?"(→Stadttheater Winterthur, 20.1.1920), "Die Prinzessin und der Schweinehirt" (→Schauspielhaus Zürich, 21.1.1921), "Der wahre Jakob" (1923), "Hanswurst, Tod und Teufel" (Stadttheater Winterthur, 29.2.1924), "De Steinerjoggeli" (Stadttheater Winterthur, 12.3.1926). Weitere Bühnenwerke: "Die Yfersüchtige" (Uraufführung Dramatischer Verein Bülach, Januar 1943) sowie etliche hochdeutsche "dramatische Grotesken" (Einakter).

Literatur

  • Lang, Paul: Das Schweizer Drama 1914–1944, 1944.


Autor: Tobias Hoffmann-Allenspach



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Hoffmann-Allenspach, Tobias: Richard Schneiter, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1625.

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