Robert Campiche

Aus Theaterlexikon
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Erste Auftritte als Schauspieler am →Stadttheater Chur, Chur GR und 1942–44 am →Bernhard-Theater in Zürich. 1944–46 war C. als jugendlicher Liebhaber am →Stadttheater Bern, Bern BE engagiert (unter anderem Graf Appiani in Lessings "Emilia Galotti", Karl VII. in Schillers "Die Jungfrau von Orleans"). 1946–51 gehörte er unter den Direktionen von →Paul Eger und →Albert Wiesner zum Ensemble des →Stadttheaters Luzern, wo er in rund sechzig Produktionen einige Hauptrollen, überwiegend aber Nebenrollen verkörperte. So spielte er beispielsweise Cassio in Shakespeares "Othello", Demetrius in dessen "Sommernachtstraum" und Graf Paris in "Romeo und Julia", Pylades in Goethes "Iphigenie auf Tauris", Tellheim in Lessings "Minna von Barnhelm", Wilhelm Davison in Schillers "Maria Stuart", den Verlobten Gerald Croft in Priestleys "Ein Inspektor kommt" und Atalus in Grillparzers "Weh dem, der lügt!". Danach war C. 1951–57 am neu gegründeten →Theater am Central in Zürich tätig, zu dessen Kernensemble er zeitweise gehörte und an dem er – wiederum in Nebenrollen – in über einem Dutzend Komödien und Boulevardstücken auftrat, so etwa in der Eröffnungsproduktion von Alfred Savoirs "Blaubarts achte Frau" als Liebhaber Gaston de Linancourt sowie als Apotheker Dubouton in Hans Adler/Alexander Steinbrechers "Meine Nichte Susanne" nach Labiche, als Sohn Walter in Marc-Gilbert Sauvajons "Die Kinder Edouards", als Diener James in John Bradleys Kriminalstück "Kopf in der Schlinge" und als Butler Phipps in Wildes "Ein idealer Gatte". Daneben gastierte er 1953 am →Sommertheater Winterthur, Winterthur ZH.



Autor: Redaktion



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Redaktion: Robert Campiche, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 1, S. 334.