Robert Pirk

Aus Theaterlexikon
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* 1.1.1890 Prag (heute: CZ), † (unbekannt).

1914/15 Schauspieler und Regisseur am Stadttheater Zwickau, 1917–19 Schauspieler und Dramaturg am Stadttheater Brünn, 1919–23 Oberspielleiter und Dramaturg an den Kammerspielen Leipzig, 1923–25 Mitglied der Direktion der Rotter-Bühnen in Berlin (unter anderen zusammen mit Georg Altmann, Erwin Piscator und Hans José Rehfisch), 1925/26 Direktor des Theaters in der Klosterstraße Berlin, 1927/28 Regisseur am Komödienhaus Berlin, 1928/29 stellvertretender Intendant und Oberspielleiter am Landestheater Neustrelitz, 1929/30 Oberspielleiter und Schauspieler am Stadttheater Frankfurt an der Oder, 1930/31 Schauspieler und Sänger am Metropol-Theater Berlin, 1931/32 künstlerischer Leiter des Albert-Theaters Dresden, 1932/33 Regisseur, Dramaturg, Schauspieler am Metropol-Theater Berlin, dann bis 1936 Schauspieler, Regisseur und Dramaturg am Kurfürstendammtheater Berlin. Emigration über Österreich in die Schweiz. 1942/43 Spielleiter und Schauspieler unter der Direktion von Minna Senges-Faust an den →Vereinigten Stadttheatern Aarau-Chur, ab 1943 auch am →Sommertheater Winterthur, 1942–45 gastweise Schauspieler und Regisseur unter →Egon Neudegg am →Stadttheater Basel, spielte unter anderem 1942 Polizeiverwalter Heide in Hauptmanns "Die Weber" (Regie: →Leonard Steckel), 1944 Oberst in Tolstois "Und das Licht scheint in der Finsternis" und 1945 Rittmeister Neumann in Schillers "Wallensteins Tod" (Regie jeweils: →Otto Brefin), inszenierte 1942 eine eigene Bearbeitung von Millöckers "Gasparone" und 1945 auf ausdrücklichen Wunsch des Autors →Georg Kaiser die Uraufführung von "Das Floss der Medusa" mit Schülerinnen und Schülern von Basler Lehranstalten zu Gunsten der Flüchtlingshilfe (auch als Gastspiel am →Schauspielhaus Zürich). Nach dem Kriegsende ging P. in die USA, wo er unter anderem bei den Players from Abroad in New York auftrat. Im Auftrag des PEN-Clubs erstellte er eine Liste hilfsbedürftiger europäischer Autoren. Unter dem Namen Robert Pick edierte er 1954 eine Anthologie unter dem Titel "German Stories and Tales", 1966 veröffentlichte er seine Goethe-Übersetzung "Goethe, Conversations and Encounters".

Nachlass

  • Teilnachlass (Korrespondenz mit Georg Kaiser) im Archiv der Akademie der Künste Berlin.


Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Robert Pirk, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 2, S. 1412.

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