Roswitha Selmuth

Aus Theaterlexikon
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* 7.7.1923 Göttingen (D), † 11.3.2002 Riehen BS, eigentlich Roswitha Schmalenbach, Tochter des Philosophieprofessors Herman Schmalenbach. ∞ Philipp Eichenwald, Komponist.

Seit 1932 in Basel wohnhaft. Besuch der Meisterkurse von →Gustav Hartung am →Konservatorium Basel und Schauspielunterricht bei →Paul Kalbeck in Bern. Bereits während der Ausbildung übernahm S. kleinere Rollen am →Stadttheater Basel, wo sie bis 1949 regelmässig auftrat, unter anderem 1944 als das junge Mädchen in der deutschsprachigen Erstaufführung von Werfels "Jacobowsky und der Oberst" (Regie: →Franz Schnyder), 1947 als Bettlerin in der deutschsprachigen Erstaufführung von García Lorcas "Bernarda Albas Haus" (Regie: →Ernst Ginsberg; dieselbe Rolle 1948 am →Schauspielhaus Zürich) und 1948 als Elsbeth in Schillers "Wilhelm Tell". Daneben unter anderem Engagements auf Tournee mit dem 1945 gegründeten Kollektiv junger Bühnenkünstler Die Szene und mit der →Tribüne sowie 1951/52 als Gast am →Atelier-Theater Bern. Zahlreiche Hörspielrollen. 1956–86 unter dem Namen Roswitha Schmalenbach fest verpflichtet als Moderatorin und Redaktorin am Radio Studio Basel, wo sie unter anderem dreizehn Jahre lang die populäre Sendung "Musik für einen Gast" moderierte. 1971 veröffentlichte sie das Buch "Musik für einen Gast: Rückblick auf eine Radioserie mit prominenten Zeitgenossen". Ihr Radiointerview mit →Erika Mann aus dem Jahr 1968 wurde abgedruckt in: Mann, Erika: Mein Vater, der Zauberer, herausgegeben von Irmela von der Lühe und Uwe Naumann, 1996.



Autor: Thomas Blubacher



Bibliografische Angaben zu diesem Artikel:

Blubacher, Thomas: Roswitha Selmuth, in: Kotte, Andreas (Hg.): Theaterlexikon der Schweiz, Chronos Verlag Zürich 2005, Band 3, S. 1673–1674.

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